Mileis libertäre Schocktherapie in Argentinien – Erfolge und Lehren aus rechts-konservativer Sicht
_ Christopher Kofner, Geschäftsführer & Ökonom, Institut für konservative Wirtschaftspolitik (IKW). Berlin, 19.02.2026.
Kernbotschaften & Handlungsempfehlungen
- Mileis Reformen haben gezeigt, dass eine libertäre Schocktherapie mit 30 % realer Ausgabenkürzung, Halbierung der Ministerien von 18 auf 9, Abschaffung von 348 Gesetzen und 7.180 Artikeln sowie Reduzierung der Staatsquote von 38 % auf 31 % zu einem Haushaltsüberschuss von 0,5–0,8 % des BIP, Inflationssenkung von 133 % auf 7,5 % und einem Wirtschaftswachstum von 5 % führen kann – die AfD sollte vergleichbare Deregulierung und Ministerienreduktion (von 17–18 auf Länderebene) als realistischen ersten Schritt priorisieren.
- Die soziale Frage ist nicht durch Wohlfahrtsstaat-Ausweitung, sondern durch Eigentumspolitik (Wohnung, Haus, Auto, Aktien, Grundstück für Familien) und mehr Netto vom Brutto zu lösen; der Übergang vom Wohlfahrts- zum Ordnungsstaat ist zwingend, um den deutschen Sozialismus mit 50 % Staatsquote und 40 % Steuer-Abgaben-Quote zu beenden.
- Die Kommunikation muss direkt, schrill und volkstümlich sein (Rothbard-Strategie), um das Medien-Cordon zu durchbrechen; Ehrlichkeit über notwendige Härten in den ersten Jahren ist essenziell, um Arbeiterstimmen zu gewinnen, wie Milei es tat.
- Frühzeitige, detaillierte Gesetzesvorbereitung (Milei ab Mai 2022) und Aufbau rechter zivilgesellschaftlicher Strukturen nach Orbán-Vorbild sind unverzichtbar; der Staat muss konservative Werte schützen und gleichzeitig radikal zurückgeschnitten werden.
- In der Remigration bietet der dritte friedmännische Weg (Sozialleistungen nur nach 10 Jahren Netto-Einzahlung oder für Deutsche mit Vorfahren, die vorher ins System eingezahlt haben) einen pragmatischen Kompromiss zwischen Sellner und Krah; kombiniert mit Grenzschließung entzieht er dem Wohlfahrtsstaat den Einwanderungsanreiz.
- Außenpolitischer Realismus gegenüber den USA seit 1945 ist notwendig, um schrittweise Souveränität in Energie, KI, Industrie und Verteidigung zurückzugewinnen – statt ideologischer Alleingänge.
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Javier Mileis libertäre Reformen in Argentinien: Eine ordoliberal-rechtskonservative Bilanz der wirtschaftlichen, geldpolitischen und gesellschaftspolitischen Transformation
Javier Milei, geboren 1970 in Buenos Aires, absolvierte zwei Master-Abschlüsse in Volkswirtschaftslehre an der Universidad de Belgrano und wirkte zunächst als Ökonom in Banken, Pensionsfonds und Beratungsfirmen sowie als Chefökonom eines großen Infrastrukturkonzerns und als Hochschuldozent. In den 2010er Jahren vollzog er eine ideologische Konversion zur österreichischen Schule der Nationalökonomie, nachdem er die Werke von Friedrich August von Hayek und Ludwig von Mises intensiv studiert hatte. Er distanzierte sich von keynesianischen Positionen, trat als scharfer Kritiker des argentinischen Etatismus in Erscheinung und wurde durch provokative TV-Auftritte bekannt, in denen er ökonomische Zusammenhänge verständlich für ein breites Publikum darlegte. 2021 gründete Milei das Wahlbündnis La Libertad Avanza und zog als Abgeordneter in das Parlament der Stadt Buenos Aires ein. Bei der Präsidentschaftswahl 2023 erreichte er in der ersten Runde rund 30 % der Stimmen und siegte in der Stichwahl mit 55–56 % gegen den peronistischen Kandidaten Sergio Massa, womit er als erster anarchokapitalistischer Staatschef der Geschichte ins Amt kam.
Milei verkörpert einen Rechtspopulismus, der jedoch nicht mit klassisch europäischen rechten Positionen gleichzusetzen ist. Seine Politik stellt eine populistische Konterrevolution gegen das linke Establishment dar, das seit der 68er-Bewegung kulturell und institutionell dominiert. Westliche Gesellschaften befinden sich demnach bereits in einem Zustand umgesetzten Sozialismus, weshalb Mileis Maßnahmen als weiße Gegenrevolution gegen diesen allherrschenden Sozialismus zu verstehen sind – insbesondere im Kulturkampf. Seine Positionen gegen Abtreibung, gegen Diversity-Equity-Inclusion-Ideologie, gegen positive Diskriminierung und für eine harte Kriminalitätsbekämpfung erscheinen rechts, werden jedoch konsequent aus libertären Prinzipien individueller Rechte auf Leben, Freiheit und Eigentum abgeleitet. Milei ist unverheiratet, hat keine Kinder und lebt mit vier Hunden; er äußerte 2021 öffentlich Sympathie für das Judentum und führt regelmäßige Gespräche mit einem Rabbi. Seine Kritik richtet sich nicht gegen kollektive Identitäten wie Nation, Kultur oder Religion, sondern gegen jegliche staatliche Einmischung in individuelle Freiheiten.
Das Wesen des Libertarismus und seine Abgrenzung zu anderen liberalen Strömungen
Der Libertarismus, wie er von der österreichischen Schule vertreten wird, stellt die absolute individuelle Freiheit in den Mittelpunkt. Jeder Mensch ist freigeboren und besitzt ein Naturrecht auf Leben, Freiheit und Eigentum (Life, Liberty and Property) nach John Locke. Das Nicht-Aggressions-Prinzip verbietet jegliche Form von Zwang; der Staat gilt als größter Feind, unabhängig davon, ob er links oder rechts ausgerichtet ist. Steuern werden als Raub interpretiert, da sie nicht freiwillig geleistet werden. Sämtliche gesellschaftlichen Leistungen – von Polizei über Infrastruktur bis zur Sicherheit – sollen auf freiwilliger Vertragsbasis erbracht werden. Der Libertarismus lehnt Monopole nur dann ab, wenn sie durch staatliche Privilegien wie Subventionen, Lizenzen oder Regulierungen entstehen; natürliche Marktmonopole gelten als fragil und instabil, da bessere Ideen sie rasch verdrängen. Crony Capitalism, also die Verflechtung von Großkonzernen mit dem Staat, wird scharf kritisiert.
Vom klassischen Liberalismus unterscheidet sich der Libertarismus durch seine Radikalität: Während der klassische Liberalismus einen Nachtwächterstaat mit Aufgaben wie Verteidigung und Rechtsprechung akzeptiert, fordert der Libertarismus die weitgehende oder vollständige Abschaffung staatlicher Strukturen. Der Linksliberalismus überdehnt die Idee der Vernunft und fordert Ergebnisgleichheit statt Chancengleichheit; er löst organische kollektive Identitäten (Familie, Kultur, Nation) auf und mündet in Materialismus und Totalitarismus. Der Ordoliberalismus, die deutsche Tradition der sozialen Marktwirtschaft nach Walter Eucken und Ludwig Erhard, positioniert sich als Mittelweg: Der Staat schafft einen Ordnungsrahmen als neutraler Schiedsrichter, greift jedoch nicht in Marktprozesse ein und gewährleistet Wettbewerb sowie soziale Sicherung.
Der historische Niedergang Argentiniens und die Ausgangslage vor Mileis Amtsantritt
1913 gehörte Argentinien zu den zehn reichsten Ländern der Welt mit einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf, das nur 15 % unter dem der USA lag. Liberale Handelspolitik, Gold- und Silberstandard sowie offene Märkte hatten diesen Wohlstand ermöglicht. Ab 1946 führte der Peronismus zu massiver Geldausweitung, schuldenfinanzierter Staatsausweitung und Eingriffen in alle Lebensbereiche. Der Kirchnerismus setzte diese Politik fort. Bei Mileis Amtsantritt im Dezember 2023 betrug die Armutsquote 55 %, die extreme Armut 17,5 %, die Staatsverschuldung etwa 100 % des BIP zuzüglich 60 Mrd. USD unbezahlter Importe, die Zentralbank wies negative Reserven von –10,5 Mrd. USD aus, die Monatsinflation lag bei 25,5 % (annualisiert 1.228 %), und das konsolidierte Staatsdefizit erreichte 15 % des BIP (5 % offiziell im Finanzministerium, 10 % versteckt in der Zentralbank). Die Wirtschaft stagnierte seit Jahrzehnten mit durchschnittlich nur 0,54 % Wachstum unter der Vorgängerregierung.
Die libertäre Schocktherapie: Deregulierung, Fiskalkonsolidierung und makroökonomische Stabilisierung
Milei setzte ab Dezember 2023 eine konsequente libertäre Schocktherapie unter dem Grundsatz „Der Staat ist das Problem“ um. Die Zahl der Ministerien wurde von 18 auf 9 halbiert, darunter das Ministerium für Frauen, Gender und Diversität. Über 348 Gesetze und mehr als 1.000 Normen wurden abgeschafft, insgesamt 7.180 Einzelartikel gestrichen – durchschnittlich 2,6 Gesetze und 17 Deregulierungen pro Arbeitstag. Ein zentrales Instrument war das Notverordnungs-Dekret DNU 70/23 vom Dezember 2023 mit 366 Artikeln. Die Mietpreiskontrolle fiel; in Buenos Aires stiegen das Mietangebot um über 200 %, landesweit sanken die realen Mieten um 30 %. Im Arbeitsmarkt wurden mit der Ley Bases (verabschiedet am 13. Februar 2026 mit 42:30 Stimmen im Senat) Kündigungshürden gesenkt, Sozialabgaben reduziert, Probezeiten verlängert und Streikteilnahme als Kündigungsgrund eingeführt, um den informellen Sektor (über 40 %) zu formalisieren. 400 Behördenbereiche wurden aufgelöst, die öffentliche Beschäftigung um 15 % (40.000 Stellen) gekürzt und leitende Beamte um 30 % reduziert. Die realen Staatsausgaben sanken um 30 %.
Die Fiskalkonsolidierung führte erstmals seit 15 Jahren zu einem Haushaltsüberschuss: 0,46 % des BIP 2024 und 0,8 % 2025. Die Staatsquote fiel von 38 % (2023) auf 31 % (2024). Die Staatsverschuldung sank von etwa 100 % auf 60 % des BIP (IWF-Prognose bis 58,32 % im Jahr 2030). Die Geldmenge relativ zum BIP ging von 36 % auf 21 % zurück. Die Jahresinflation fiel von 133 % (2023) über 220 % (2024) auf 7,5 % (2026), die Monatsinflation von über 25 % auf unter 1,5 %. Der Leitzins wurde von 133 % auf 29 % gesenkt. Nach einem anfänglichen Rückgang von –1,34 % (2024) stieg das reale BIP-Wachstum 2025 auf durchschnittlich 5 % (IWF-Prognose +5,5 %). Die Armutsquote sank von 55 % (November 2023) auf 31,6 %; 10 Millionen Menschen, darunter 1,7 Millionen Kinder, entkamen der Armut. Reallöhne im privaten Sektor stiegen 2024 um 14 %, Renten real um 13 %. Die Handelsbilanz drehte von einem Defizit von –7 Mrd. USD (2023) auf Überschüsse von +19 Mrd. USD (2024) und +11 Mrd. USD (2025) trotz eines Importbooms von 32 %. Exporte von Öl, Gas, Gold, Soja, Mais, Weizen und Rindfleisch stiegen deutlich; Importbarrieren für gebrauchte Maschinen und Fahrzeuge wurden beseitigt. Argentinien unterzeichnete das EU-Mercosur-Freihandelsabkommen (Januar 2026) und ein bilaterales Investitions- und Handelsabkommen mit den USA (5. Februar 2026), das Zollfreiheit für argentinische Produkte und privilegierten Zugang zu seltenen Erden gewährt.
Konkrete Deregulierungserfolge sind messbar: Bei Wassermelonen sanken Preise um 44,3 %, Produktion stieg um 29 % und Exporte um 16,6 %. Bei Yerba Mate fielen Preise, Produktion und Exporte stiegen nach Abschaffung von Qualitäts- und Preisfestsetzungen. Die Liberalisierung des Passagierluftverkehrs hob Mindesttarife und Routengenehmigungen auf; Passagierzahlen nicht-staatlicher Airlines stiegen um 38 %, eine Million neue Passagiere wurden gewonnen. Der Import gebrauchter Investitionsgüter ermöglichte 1.003 Unternehmen (überwiegend KMU) den Zugang zu günstigen Maschinen. Satelliteninternet (Starlink) erreichte binnen kurzer Zeit 490.000 Nutzer in entlegenen Regionen. Im Index of Economic Freedom verbesserte sich Argentinien von Rang 145 (2023, 49,9 Punkte) auf Rang 124 (2024, 54,2 Punkte).
Liberalismus in einem einzelnen Land: Pragmatismus versus Dogma
Mileis Programm stellt den Versuch dar, Liberalismus in einem einzelnen Land mit dem Staat gegen den Staat aufzubauen – ein Widerspruch in sich, vergleichbar mit Stalins „Sozialismus in einem Land“. Programmatisch bleibt Milei Anarchokapitalist, realpolitisch agiert er als Minarchist. Die Zentralbank wurde entgegen des Wahlversprechens nicht sofort abgeschafft, um Hyperinflation bei 220 % zu verhindern. Der Pacto de Mayo (2024) sieht eine Staatsquote von 25 %, eine Schuldenbremse und eine 100 %-Reservequote vor. Innerhalb der libertären Bewegung führt dies zu Konflikten: Radikale Vertreter wie Hans-Hermann Hoppe und Guido Hülsmann kritisieren die fehlende sofortige Abschaffung der Zentralbank als inkonsequent; Philipp Bagus verteidigt den Pragmatismus mit dem Argument, dass eine plötzliche Schließung bei hoher Inflation die Nachfrage nach Pesos kollabieren lassen und Demonetarisierung auslösen würde.
Lehren für die deutsche Rechte und die AfD: Realismus, Kommunikation und strukturelle Reformen
Aus Mileis Beispiel lassen sich für die deutsche Rechte und die AfD klare Handlungsempfehlungen ableiten. Erstens muss die Kommunikation direkt, schrill und exzentrisch sein, um das Cordon Sanitaire der Medien zu durchbrechen. Murray Rothbards Konzept des Right-Wing Populism von 1993 fordert eine anschlussfähige Provokation, die an die Grenze des Sagbaren geht und das einfache Volk anspricht – wie Mileis Kettensägen-Posing oder seine Bezeichnung etablierter Politiker als „beschissene Linke“. Die AfD sollte vergleichbare Strategien einsetzen, statt sich auf Verbände oder Intellektuelle zu verlassen.
Zweitens ist brutale Ehrlichkeit im Wahlkampf entscheidend. Milei warnte offen vor schmerzhafter Schocktherapie und gewann trotzdem – auch unter Arbeitern – mehr Stimmen als sein sozialistischer Gegner. Die AfD darf keine blauen Himmelsversprechen abgeben, sondern muss klar kommunizieren, dass nach Jahrzehnten der Fehlpolitik erst Jahre oder Jahrzehnte der Aufräumarbeiten notwendig sind, bevor es spürbar besser wird. Statt höherer Sozialleistungen sollte mehr Netto vom Brutto für arbeitende Menschen im Mittelpunkt stehen.
Drittens ist die soziale Frage nicht durch Ausweitung des Wohlfahrtsstaates, sondern durch Eigentumspolitik zu lösen. Ludwig Erhards ursprüngliche Idee der sozialen Marktwirtschaft zielte auf breite Vermögensbildung ab: Jeder Deutsche soll Wohnung, Haus, Auto, Aktien und Grundstück besitzen – besonders Familien mit mehreren Kindern. Der Übergang vom Wohlfahrts- zum schlanken Ordnungsstaat ist zentral.
Viertens ist minutöse Vorbereitung entscheidend. Mileis Team hatte bereits im Mai 2022 – eineinhalb Jahre vor der Wahl – fertige Gesetzestexte für über 350 Abschaffungen parat. Die AfD muss in Ländern wie Sachsen-Anhalt oder Mecklenburg-Vorpommern und später im Bund genauso detailliert vorbereitet sein, statt auf Stichpunkte zu vertrauen.
Fünftens ist der Staat für Rechte kein Feind, sondern ein natürliches, evolutionär entstandenes Gebilde, das konservative Werte (Familie, Religion, Nation, Kultur) schützen muss. Wie Viktor Orbán sollte die AfD in der Regierung rechte NGOs, Medien und Universitäten aufbauen. Bundesministerien sollten von 17–18 auf deutlich weniger reduziert und Kompetenzen auf die Länder zurückverlagert werden – wie im Kaiserreich mit nur neun Reichsämtern oder unter Erhard mit 14 Bundesministerien. Die Staatsquote von 50 % und die Steuer- und Abgabenquote von 40 % müssen massiv gesenkt werden; unzählige Bürokratiemonster (Lieferkettengesetz, Sorgfaltspflichtengesetz, Verbrennerverbot, Energieeffizienzgesetz etc.) gehören abgeschafft.
Sechstens gilt in der Außenpolitik Realismus. Deutschland ist seit 1945 de-facto Vasall der USA. Mileis enge Kooperation mit Trump (Swap-Kredit von 20 Mrd. Euro, davon 2,5 Mrd. genutzt; Austritt aus BRICS; Dollarisierung) zeigt, dass Abhängigkeit pragmatisch genutzt werden kann, um schrittweise Souveränität in Energie, KI, Industrie und Verteidigung zurückzugewinnen. Statt unrealistischer Alleingänge gegen die USA sollte die AfD Verbündete in Migrationspolitik, Kulturkampf und Meinungsfreiheit suchen und schrittweise eigene Kapazitäten aufbauen.
Siebtens bietet sich bei der Remigration ein dritter, friedmännischer Weg an. Statt aktiver Remigration (Sellner) oder begrenzter Maßnahmen (Krah) sollten Sozialleistungen nur für Personen gewährt werden, die selbst oder deren Vorfahren mindestens 10 Jahre netto eingezahlt haben. Damit würde der Anreiz für Masseneinwanderung in den Wohlfahrtsstaat entfallen, ohne dass jede Person einzeln abgeschoben werden müsste. Grenzschließung und Abschiebung Illegaler und Krimineller bleiben selbstverständlich. Milton Friedman formulierte den Grundsatz: „You cannot simultaneously have free immigration and a welfare state.“ Juristen und Staatsrechtler sollten prüfen, ob ein solches Modell mit geltendem Recht vereinbar ist.
Mileis Reformen beweisen, dass radikale Staatsreduktion trotz Widerstands von Gewerkschaften, Opposition und Medien makroökonomische Stabilität und Wohlstand schaffen kann. Für die deutsche Rechte liegt die Lehre nicht im blinden Kopieren, sondern in der kritischen Übertragung: Libertäre Instrumente mit konservativen Werten und ordoliberalem Ordnungsdenken zu verbinden, um Deutschland aus seiner Abhängigkeit und Überbürokratisierung herauszuführen.
Quellen & Literatur
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- Milton Friedman war ein US-amerikanischer Ökonom und Nobelpreisträger, der mit dem Satz „You cannot simultaneously have free immigration and a welfare state“ meinte, dass offene Einwanderung nicht mit einem ausgedehnten Sozialstaat vereinbar ist, weil staatliche Leistungen sonst Anreize für Zuwanderung schaffen, die die Sozialkassen belasten würden. | Zitat von Milton Friedman auf der „Frage- und Antwortrunde mit Milton Friedman“ auf der 18. jährlichen Weltkonferenz des Institute for Liberty and Policy Analysis (ISIL) in 1999 in San Jose, Costa Rica.
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