Gebäudeenergiegesetz: Technologieoffenheit statt grüner Kostenfalle

_ IKW, 19.06.2026. Erstveröffentlichung im Deutschen Bundestag.

Stellungnahme von Dr. Dipl.-Ing. Helmut Waniczek, Gastforscher am Institut für konservative Wirtschaftspolitik (IKW), zum Entwurf eines Gesetzes zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes und weiterer Vorschriften im Wärmebereich.

Die Abschaffung der verpflichtenden 65-Prozent-Vorgabe für erneuerbare Energien und die größere Wahlfreiheit beim Heizungstausch sind grundsätzlich zu begrüßen. Der Gesetzentwurf bleibt jedoch widersprüchlich, da Wasserstoff, Biomethan und andere sogenannte grüne Gase weiterhin politisch bevorzugt werden, obwohl deren künftige Kosten und Verfügbarkeit nicht verlässlich abgeschätzt werden können. Auch die Angaben zu Entlastungen, Erfüllungsaufwand und Auswirkungen auf das Preisniveau sind kaum nachvollziehbar. Langfristige Investitionsentscheidungen werden damit für Eigentümer, Mieter und Unternehmen weiterhin mit erheblichen Kostenrisiken und großer Planungsunsicherheit verbunden.

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