Hambacher Fest und deutsche Demokratiegeschichte – Meinungsfreiheit, nationale Identität und bürgerschaftlicher Protest

_ IKW. München, 13. Oktober 2026. Erstveröffentlichung im Deutschen Bundestag.

Stellungnahme von Prof. Dr. Max Otte, Ökonom, Unternehmer, ehemaliger Hochschulprofessor und Gastautor des Instituts für konservative Wirtschaftspolitik (IKW), für das öffentliche Fachgespräch „Orte der Demokratiegeschichte in Deutschland“ im Ausschuss für Kultur und Medien des Deutschen Bundestages am 18. März 2026.

Die Stellungnahme behandelt die historische und gegenwärtige Bedeutung des Hambacher Schlosses als Symbol deutscher Demokratie-, Freiheits- und Nationalgeschichte. Prof. Dr. Max Otte hebt das Hambacher Fest von 1832 als bürgerschaftlich organisiertes Nationalfest hervor, das den Einsatz für Meinungsfreiheit, politische Selbstbestimmung und nationale Einheit mit dem Widerstand gegen obrigkeitliche Macht verband. Gemeinsam mit der Frankfurter Paulskirche und der friedlichen Revolution von 1989 verkörpere das Hambacher Schloss eine eigenständige deutsche Demokratietradition. Kritisiert werden die aus Sicht des Autors zunehmende staatliche Vereinnahmung historischer Erinnerungsorte, die europapolitische Umdeutung des Hambacher Festes sowie politische und administrative Hindernisse für unabhängige, bürgerlich-patriotische Veranstaltungen. Unter Verweis auf die von ihm organisierten Neuen Hambacher Feste seit 2018 fordert Otte, das Hambacher Schloss wieder uneingeschränkt als Ort freier Meinungsäußerung, politischer Gegenrede und bürgerschaftlicher Protestveranstaltungen zugänglich zu machen.

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