Friedrich List gegen Murry Rothbard
_ Dr. Neema Parvini, Direktor, Academic Agency, Gastbeitrag für das Institut für konservative Wirtschaftspolitik (IKW). Buckingham, 25.06.2026.*
Kernbotschaften & Handlungsempfehlungen
- Friedrich List erklärt die heutigen Konflikte um Deindustrialisierung, Globalisierung, China, Migration und Populismus besser als Murray Rothbard, weil er Wirtschaft als nationale politische Ökonomie versteht.
- Freihandel ist kein universales Gesetz. Er nützt vor allem den bereits Starken; aufholende oder geschwächte Nationen brauchen zeitweise Schutz für Schlüsselindustrien.
- Industriepolitik muss selektiv und pragmatisch sein: keine Planwirtschaft, aber gezielte Stärkung von Infrastruktur, Technik, Bildung, Energie, Schlüsselindustrien und produktiver Kapazität.
- Chinas verarbeitendes Gewerbe erreichte 2024 rund 4,11 Billionen Euro Wertschöpfung und 25 Prozent des BIP; das zeigt die strategische Bedeutung realer industrieller Produktionsmacht.
- Rothbards Warnungen vor Bürokratie, Klientelismus und Fehlallokation bleiben wichtig. Aber ohne listianische Produktivkraftpolitik verlieren westliche Staaten Wohlstand, Souveränität und politische Stabilität.
Nationalökonomie gegen Marktutopie
Friedrich List ist einer jener Ökonomen, die in der heutigen wirtschaftspolitischen Debatte zu wenig gelesen werden. Sein Hauptwerk Das nationale System der politischen Ökonomie entstand im 19. Jahrhundert als direkte Gegenposition zum klassischen Laissez-faire-Liberalismus. List wandte sich nicht gegen Märkte an sich, sondern gegen die Vorstellung, Freihandel sei unter allen Umständen, für alle Länder und in jeder Entwicklungsphase gleichermaßen vorteilhaft. Seine zentrale Frage lautete nicht, was in einem abstrakten Modell effizient erscheint, sondern was eine Nation tatsächlich stark, produktiv und unabhängig macht. Deshalb argumentierte er gegen die kosmopolitischen Abstraktionen der klassischen Ökonomen und für eine historisch konkrete politische Ökonomie.
Murray Rothbard steht auf der Gegenseite dieses Streits. Er war einer der konsequentesten Vertreter des amerikanischen Libertarismus im späten 20. Jahrhundert und entwickelte in Werken wie Man, Economy, and State, Power and Market und For a New Liberty eine radikale Theorie freier Märkte, privater Eigentumsrechte und minimaler beziehungsweise gar keiner staatlichen Ordnung. Für Rothbard zerstört staatlicher Protektionismus langfristig Wohlstand, weil er Preise verzerrt, Konsumenten belastet, Kapital falsch lenkt und politische Klientelwirtschaft erzeugt.
Der Streit zwischen List und Rothbard ist hochaktuell. Er steht hinter vielen heutigen Debatten über Deindustrialisierung, China, die ostasiatischen Tigerstaaten, Globalisierung, Massenmigration und populistische Revolten. Die zentrale Frage lautet: Hat der freie Weltmarkt den Westen reicher gemacht, oder hat er seine industrielle und soziale Grundlage ausgehöhlt? Rothbard würde den Staat für die meisten Verzerrungen verantwortlich machen. List würde antworten, dass gerade der Rückzug des Staates aus strategischen Feldern ganze Nationen verwundbar gemacht hat.
Methode: Geschichte oder Axiom
Der erste Unterschied liegt in der Methode. List war Empiriker und historisch orientierter Nationalökonom. Er gehörte zum Umfeld der deutschen Historischen Schule. Er begann nicht mit abstrakten Axiomen, sondern mit der Frage, was geschichtlich tatsächlich geschehen ist. Welche Länder sind stark geworden? Welche Industrien wurden aufgebaut? Welche Rolle spielten Zölle, Infrastruktur, Bildung, Handelsmacht, Seefahrt, Kolonien und staatliche Förderung?
Die klassischen Liberalen wie Adam Smith und David Ricardo gingen stärker von allgemeinen Marktgesetzen aus. Smith analysierte in The Wealth of Nations Arbeitsteilung, Tausch und Marktkoordination; Ricardo entwickelte in On the Principles of Political Economy and Taxation das berühmte Argument des komparativen Vorteils. Für List war diese Denkweise zu abstrakt. Ricardos Beispiel von Portugal, Wein und englischem Tuch wirkt wie eine mathematische Gleichung; List bestand dagegen darauf, dass reale Volkswirtschaften in Machtverhältnisse, Institutionen und historische Entwicklungsstufen eingebettet sind.
Rothbard folgt dagegen Ludwig von Mises und dessen praxeologischer Methode. Ausgangspunkt ist das Axiom menschlichen Handelns: Menschen handeln, setzen Mittel ein und verfolgen Zwecke. Daraus werden ökonomische Aussagen logisch abgeleitet. Diese Methode ist streng und konsistent, aber sie kann den Blick für geschichtliche Wirklichkeit verengen. Rothbard analysiert historische Machtverhältnisse durchaus scharf, deutet sie aber fast immer als Störung des freien Marktes. List würde dem entgegenhalten: Es gibt keine Ökonomie ohne Politik. Es gibt nur politische Ökonomie.
Nation oder Individuum
Der Kernkonflikt betrifft die Einheit der Analyse. Für Rothbard handeln nur Individuen. Nationen handeln nicht, Staaten handeln nicht, Kollektive handeln nicht. Der Begriff des nationalen Interesses verdeckt aus seiner Sicht oft Zwang, Privilegien und Umverteilung zugunsten politischer Eliten. Freiwilliger Austausch zwischen Individuen sei der eigentliche Motor des Wohlstands.
List setzt anders an. Für ihn dient Wirtschaft der Nation. Eine Volkswirtschaft ist nicht bloß die Summe einzelner Tauschakte, sondern ein historisch gewachsener Produktionszusammenhang. Der Staat soll nicht alles lenken, aber er muss jene Voraussetzungen schaffen, ohne die eine Nation langfristig schwach bleibt: Industrie, Infrastruktur, Bildung, technische Fähigkeiten, Verkehrssysteme, Energieversorgung und strategische Produktionskapazitäten.
Gerade die Gegenwart spricht stark für List. Outsourcing, Deindustrialisierung und Massenmigration sind nicht einfach neutrale Marktprozesse. Sie verändern Städte, Regionen, Löhne, Schulen, Wohnraum, Gemeinsinn und politische Stabilität. Der Markt bewertet diese Prozesse über Preise. Die Nation trägt ihre sozialen und politischen Folgen. Deshalb erklärt List die heutige populistische Gegenbewegung besser als Rothbard. Menschen rebellieren nicht gegen Freihandel, weil sie Theorie nicht verstehen, sondern weil sie Fabriken, Berufe, lokale Ordnung und kulturelle Stabilität verloren haben.
Lists Staat: stark, aber nicht total
List war kein Anhänger eines totalen Staates. Er wollte keine vollständige Lenkung der Wirtschaft und keinen Sozialismus. Innerhalb der Nation befürwortete er freie Märkte. Er lehnte es ab, alles durch staatliche Gewalt zu regulieren, wenn private Initiative bessere Ergebnisse erzielen kann. Seine Position war pragmatisch: Der Staat soll dort eingreifen, wo strategische Grundlagen nationaler Stärke aufgebaut werden müssen.
Dazu gehören Straßen, Eisenbahnen, Brücken, Schulen, technische Ausbildung und Schlüsselindustrien. Was heute Humankapital heißt, nannte List geistiges oder mentales Kapital. Eine Nation, die ihre Bürger nicht ausbildet und ihre produktiven Fähigkeiten nicht entwickelt, verliert gegenüber Rivalen, die genau dies tun.
Rothbard hätte staatliche Straßen, Eisenbahnen, Schulen und Industriehilfen grundsätzlich abgelehnt. Private Anbieter seien effizienter, staatliche Monopole erzeugten Verschwendung und politische Indoktrination. Diese Warnung ist ernst zu nehmen. Aber in einer Welt, in der China, Südkorea, Japan oder auch frühere deutsche Modelle industrielle Entwicklung strategisch organisiert haben, wirkt die Vorstellung, Infrastruktur und industrielle Kompetenz könnten allein spontan aus dem Markt entstehen, politisch naiv.
Produktivkräfte statt bloßer Tauschwerte
Der wichtigste Begriff bei List ist die Produktivkraft. Rothbard sieht vor allem Preise, Tauschwerte, Konsumentenpräferenzen und freie Allokation. List fragt tiefer: Welche Fähigkeiten besitzt eine Nation? Hat sie Fabriken, Ingenieure, Maschinen, Schulen, Facharbeiter, Zulieferer und industrielle Routinen? Kann sie Schlüsselprodukte selbst herstellen? Kann sie in Krisen bestehen?
Ein Land kann kurzfristig billig importieren und dabei langfristig seine eigene industrielle Grundlage verlieren. Der Konsument gewinnt ein billigeres Produkt, aber der Staat verliert Fabriken, Facharbeiter, technische Kompetenz und politische Unabhängigkeit. Genau dies ist der Kern von Lists Kritik.
Die neueren Daten bestätigen die strategische Bedeutung industrieller Kapazität. Die Weltbank weist für China 2024 eine Wertschöpfung des verarbeitenden Gewerbes von 4,11 Billionen Euro. Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes am chinesischen BIP lag 2024 bei 25 Prozent. Diese Zahlen zeigen, dass China nicht nur über Finanzmärkte oder Dienstleistungen aufgestiegen ist, sondern über reale industrielle Produktionsmacht.
Junge Industrien und Schutz
List ist berühmt für das Infant-Industry-Argument. Junge Industrien müssen zeitweise geschützt werden, wenn sie gegen bereits übermächtige ausländische Konkurrenten bestehen sollen. Freihandel ist für List das Privileg der bereits Starken. Großbritannien konnte im 19. Jahrhundert Freihandel predigen, weil es bereits über Industrie, Flotte, Kolonien, Handelsnetze und imperiale Macht verfügte. Für ein aufholendes Deutschland wäre derselbe Freihandel gefährlich gewesen.
Rothbard hält dieses Argument für falsch. Regierungen würden Verlierer auswählen, Schutzmaßnahmen würden dauerhaft, und Protektionismus führe zu Klientelismus. In abstrakter Hinsicht hat Rothbard recht: Staatliche Industriepolitik kann korrupt, teuer und ineffizient werden. Aber List stellt die bessere reale Frage: Was geschieht mit jungen Industrien, wenn sie ohne Schutz gegen globale Konzerne antreten müssen, die bereits Kapital, Markenmacht, Patente, Skalenvorteile und Vertriebsnetze besitzen?
Die ostasiatische Entwicklung spricht eher für List. Der Weltbank-Bericht The East Asian Miracle untersuchte acht leistungsstarke asiatische Volkswirtschaften im Zeitraum 1965 bis 1990 und zeigte, dass deren Erfolg nicht durch reinen Laissez-faire-Kapitalismus erklärbar ist, sondern durch Mischformen aus Markt, Exportorientierung, Bildung, Disziplin und staatlicher Entwicklungsstrategie.
Südkorea ist das naheliegende Beispiel. Unternehmen wie Samsung wurden nicht in einem neutralen Weltmarkt groß, sondern in einem nationalen Entwicklungsmodell, das Industrie, Exportfähigkeit, Bildung und Kapitalzugang strategisch verband. Westliche Konsumenten profitierten später von günstigen Elektronikprodukten. Aber die industrielle Macht wanderte nach Ostasien. List würde fragen: Wer hat langfristig besser gespielt — der westliche Konsument, der billiger einkaufte, oder Südkorea, das industrielle Weltmacht wurde?
Industrie, Dienstleistungen und Deindustrialisierung
List setzte auf Industrie, nicht auf bloße Landwirtschaft, Handel, Finanzwirtschaft oder Dienstleistungen. Landwirtschaft ist anfällig für Wetter, Preisschocks und Abhängigkeiten. Finanzialisierung kann Reichtum simulieren, ohne produktive Tiefe zu schaffen. Dienstleistungen können Wohlstand ergänzen, aber sie ersetzen keine industrielle Basis, wenn strategische Souveränität gefragt ist.
Großbritannien zeigt das Problem. Das Office for National Statistics beschreibt den tiefen Strukturwandel der britischen Wirtschaft seit den 1970er Jahren: Produktion und Arbeitsmarkt haben sich langfristig von Industrie zu Dienstleistungen verschoben. Aus liberaler Sicht ist das normale Modernisierung. Aus listianischer Sicht kann es eine strategische Schwächung sein, wenn industrielle Fähigkeiten dauerhaft verschwinden.
Joseph Schumpeters Begriff der „schöpferischen Zerstörung“ erklärt diese Dynamik: Kapitalismus zerstört alte Strukturen und schafft neue. Für Ökonomen ist das ein Innovationsprozess. Für betroffene Arbeiter und Städte ist es oft sozialer Absturz. Wer seine Fabrik, seinen Beruf und seine lokale Ordnung verliert, lässt sich nicht mit dem Hinweis beruhigen, dass Ressourcen langfristig effizienter allokiert werden. (Schumpeter, 1942)
Bildung, Infrastruktur und Fachkräfte
Bei Bildung und Infrastruktur liegt die Wahrheit teilweise zwischen List und Rothbard. List hat recht, dass eine Nation technische Fähigkeiten, Ingenieure, Schulen, Verkehrswege und produktive Ausbildung braucht. Rothbard hat recht, dass staatliche Bildung in Verschwendung, Indoktrination und Fehlsteuerung abgleiten kann.
Der Fehler liegt nicht in staatlicher Prioritätensetzung an sich, sondern in falscher Prioritätensetzung. Wenn ein Staat massenhaft akademische Abschlüsse ohne industriellen Bedarf erzeugt, stärkt er nicht die Produktivkraft. Wenn er dagegen Ingenieure, Facharbeiter, technische Schulen, Energieinfrastruktur und Schlüsseltechnologien stärkt, handelt er listianisch im eigentlichen Sinn.
Die Frage ist daher nicht: Staat oder Markt? Die Frage ist: Welche Mischung erzeugt produktive Stärke ohne bürokratische Erstarrung? Genau hier ist List moderner als viele seiner Gegner. Er war kein Staatsabsolutist, sondern ein Pragmatiker nationaler Entwicklung.
Freihandel, Migration und nationale Kohäsion
List betrachtet Freihandel als bedingt nützlich, nicht als Dogma. Für starke Nationen kann Freihandel vorteilhaft sein. Für schwache oder aufholende Nationen kann er zerstörerisch wirken. Dasselbe gilt für Kapital- und Arbeitsmobilität. Wenn Kapital frei abwandert, Fabriken schließt und Produktion in billigere Länder verlagert, entstehen im Herkunftsland reale soziale Kosten. Wenn Migration allein dem Lohngefälle folgt, werden nationale Arbeitsmärkte, Wohnraum, Sozialsysteme und kulturelle Kohäsion belastet.
Rothbard würde sagen, dass Bewegungsfreiheit und Vertragsfreiheit möglichst wenig beschränkt werden sollten. List würde antworten, dass eine Nation keine bloße Marktfläche ist. Freiheit braucht einen stabilen politischen und kulturellen Raum. Wird dieser Raum durch ungehemmte Kapital-, Waren- und Personenströme aufgelöst, dann zerstört wirtschaftliche Freiheit ihre eigenen Voraussetzungen.
Die Europäische Union institutionalisiert mit ihren vier Freiheiten den freien Verkehr von Waren, Personen, Dienstleistungen und Kapital. Für Liberale ist das ein Binnenmarktideal. Aus listianischer Sicht kann es zur Entwurzelung beitragen, wenn nationale Schutzmechanismen, Industriepolitik und politische Kontrolle fehlen.
Schluss: Warum List heute stärker ist
Rothbard bleibt ein wichtiger Denker. Seine Kritik an Staat, Bürokratie, Subventionen, Klientelismus und Fehlallokation ist notwendig. Aber sie reicht nicht aus. Die Gegenwart ist keine anarchokapitalistische Modellwelt. Sie besteht aus Staaten, Grenzen, Rivalen, Lieferketten, Migrationsströmen, strategischen Industrien und geopolitischer Konkurrenz.
List erklärt diese Welt besser. Er versteht, dass Nationen nicht austauschbar sind. Produktive Kapazitäten können verloren gehen. Industrien entstehen nicht automatisch neu, nur weil Preise frei sind. Ein Land, das seine Industrie, Bildung, Infrastruktur und Grenzen nicht schützt, wird nicht freier, sondern abhängiger.
Der Westen hat zu lange stärker auf liberale Ökonomen gehört als auf Friedrich List. Das Ergebnis sind Deindustrialisierung, politische Wut, Abhängigkeit von China, verwundbare Lieferketten und ein Vertrauensbruch zwischen Eliten und Bevölkerung. Wer konservative Wirtschaftspolitik ernst nimmt, muss List neu lesen: nicht als Gegner des Marktes, sondern als Denker nationaler Produktivkraft.
Quellen und Literatur
[1] List, F. (1841/1909). The National System of Political Economy. London: Longmans, Green and Co. URL: https://oll.libertyfund.org/titles/lloyd-the-national-system-of-political-economy
[2] Rothbard, M. N. (1962/2009). Man, Economy, and State. Auburn, AL: Ludwig von Mises Institute. URL: https://mises.org/library/book/man-economy-and-state
[3] Rothbard, M. N. (1970/2006). Power and Market: Government and the Economy. Auburn, AL: Ludwig von Mises Institute. URL: https://mises.org/library/book/power-and-market-government-and-economy
[4] Rothbard, M. N. (1973/2006). For a New Liberty: The Libertarian Manifesto. Auburn, AL: Ludwig von Mises Institute. URL: https://mises.org/library/book/new-liberty-libertarian-manifesto
[5] Mises, L. v. (1949/1998). Human Action: A Treatise on Economics. Auburn, AL: Ludwig von Mises Institute. URL: https://mises.org/library/book/human-action-0
[6] Smith, A. (1776). An Inquiry into the Nature and Causes of the Wealth of Nations. London: W. Strahan and T. Cadell. URL: https://oll.libertyfund.org/titles/smith-an-inquiry-into-the-nature-and-causes-of-the-wealth-of-nations-cannan-ed-in-2-vols
[7] Ricardo, D. (1817). On the Principles of Political Economy and Taxation. London: John Murray. URL: https://oll.libertyfund.org/titles/ricardo-the-principles-of-political-economy-and-taxation
[8] Schumpeter, J. A. (1942). Capitalism, Socialism and Democracy. New York: Harper & Brothers.
[9] World Bank (1993). The East Asian Miracle: Economic Growth and Public Policy. Washington, DC: World Bank. URL: https://documents.worldbank.org/en/publication/documents-reports/documentdetail/975081468244550798
[10] World Bank (2026). Manufacturing, value added (current US$) – China. World Bank Data. URL: https://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.MANF.CD?locations=CN
[11] World Bank (2026). Manufacturing, value added (% of GDP) – China. World Bank Data. URL: https://data.worldbank.org/indicator/NV.IND.MANF.ZS?locations=CN
[12] Office for National Statistics (ONS) (2019). Changes in the economy since the 1970s. London: ONS. URL: https://www.ons.gov.uk/economy/economicoutputandproductivity/output/articles/changesintheeconomysincethe1970s/2019-09-02
[13] Europäische Zentralbank (EZB) (2026). Euro foreign exchange reference rates. URL: https://www.ecb.europa.eu/stats/policy_and_exchange_rates/euro_reference_exchange_rates/html/index.en.html
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