Postkolonialismus: Ein Schuldstolz für ganz Europa – Angriff auf unser Erbe, unsere Identität und Zukunft

POSTKOLONIALISMUS. EIN SCHULDSTOLZ FUR GANZ EUROPA. Angriff auf unser Erbe, unsere Identität und Zukunft._ Matthias Helferich, MdB, kulturpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag. 14.05.2026.*

Kernbotschaften & Handlungsempfehlungen

  • Der Postkolonialismus ist keine neutrale Wissenschaft, sondern eine Ideologie, die auf den Vordenkern Sartre und Fanon fußt und die europäische Geschichte bewusst als reine Unterdrückungsgeschichte umdeutet, um Massenzuwanderung, anti-weißen Rassismus und die Transformation Europas in ein multikulturelles Siedlungsgebiet moralisch zu legitimieren – ein moderner Bildersturm, der mit Unwahrheiten und moralischer Erpressung arbeitet.
  • Typische postkoloniale Mythen – wie die alleinige europäische Verantwortung für die Sklaverei in Afrika, die Einseitigkeit der Opferrolle oder die Gleichsetzung kolonialer Maßnahmen mit Völkermord (z. B. Herero-Aufstand) – werden durch historische Fakten widerlegt: Bereits im 10. Jahrhundert gab es einen massiven innerafrikanischen und arabischen Sklavenhandel mit fast 17 Millionen Opfern; europäische Mächte wie Dänemark (1792) und Großbritannien (1807) bekämpften die Sklaverei aktiv; und koloniale Errungenschaften wie medizinischer Fortschritt und die Beendigung von Stammeskriegen sind ebenso Teil der Realgeschichte.
  • Bei der Debatte um koloniale Kulturgüter und Restitution geht es nicht um historische Gerechtigkeit, sondern um die symbolische Aufladung von „weißer Schuld“, wie die Kritik der Ethnologin Brigitta Hauser-Schäublin an der einseitigen Provenienzforschung zeigt; echte wissenschaftliche Differenzierung wird durch moralistische Schwarz-Weiß-Malerei ersetzt, und Rückgaben wie die Benin-Bronzen führen oft nicht zu einer besseren Präsentation in den Herkunftsländern.
  • Erinnerungspolitik und Kulturpolitik dürfen nicht zum Werkzeug der politischen Linken verkommen, die mit Steuergeldern (z. B. 200.000 Euro für ein „Dekolonial Denkmal“ in Dortmund) und Initiativen wie „Decolonize Berlin“ den europäischen Selbstbehauptungswillen schwächen will; stattdessen ist eine selbstbewusste, identitär-patriotische Haltung erforderlich, die differenziert, Vergebung zulässt und unserem Volk Kraft spendet.
  • Wir müssen uns diesem Angriff auf unser Erbe, unsere Identität und Zukunft entschieden widersetzen – durch eine wissenschaftlich fundierte Auseinandersetzung, die alle Facetten der Kolonialgeschichte berücksichtigt, und durch eine Kulturpolitik, die Museen nicht zu Orten historischer Lügen verkommen lässt, sondern sie als Orte nationaler Selbstvergewisserung stärkt.

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Die aktuelle deutsche und europäische Kulturdebatte ist geprägt von Straßenumbenennungen, Forderungen nach der Rückgabe kolonialer Kunstschätze und der Ausweitung der Erinnerungspolitik auf vermeintliche Kolonialverbrechen. Schauplatz dieses Kulturkampfes sind vor allem die Völkerkundemuseen. Hier geht es längst nicht mehr um eine wissenschaftliche Auseinandersetzung mit fremden Völkern und Kulturen, sondern um die einseitige Darstellung „weißer Schuld“. Linke Akteure nutzen die postkoloniale Theorie, um die Gegenwart in ihrem Sinne umzudeuten. Massenzuwanderung, Ausländerkriminalität und europäische Selbstverleugnung werden mit der Kolonialgeschichte gerechtfertigt, während anti-weißer Rassismus moralisch legitimiert wird. Diese Handreichung liefert Argumente gegen den neuen „Schuldstolz für ganz Europa“ und zeigt auf, warum ein entschlossener Widerstand gegen diesen modernen Bildersturm notwendig ist.

Die Ideologie des Postkolonialismus

Vordenker des Postkolonialismus ist der französische Sozialist Jean-Paul Sartre. Er verteidigte die Terrorakte des algerischen FLN gegen weiße Franzosen im Algerienkrieg und schwärmte von einem neuen Menschen „besserer Qualität“, der aus der Unterdrückung durch Weiße entstanden sei. Dieser bessere Mensch sei schwarz und entstamme dem Globalen Süden. Sein Mitstreiter Frantz Fanon träumte ebenso vom „neuen Menschen“, der nicht als „fratzenhafte und obszöne Nachahmung“ Europas gelingen könne. Nur die Dritte Welt könne die Menschheit auf eine höhere Ebene bringen. Auf diese Gründungsväter berufen sich bis heute Sozialisten, „Black Lives Matter“-Aktivisten und Multikulturalisten. Sie versuchen, die Geschichte Europas als einzige Aneinanderreihung von Unterdrückung und Leid darzustellen, um die Transformation Europas in ein multikulturelles Siedlungsgebiet zu legitimieren. Dabei arbeiten sie mit moralischer Erpressung und Unwahrheiten. Beim Postkolonialismus handelt es sich um einen modernen Bildersturm, gegen den wir uns entschieden zur Wehr setzen müssen.

„Wir sind hier, weil ihr dort wart“ – Die postkoloniale Logik der Umkehrung

Ein zentrales Motto dieser Ideologie lautet: „Wir sind hier, weil ihr dort wart.“ Der afrikanische Aktivist Ambalavaner Sivanandan brachte damit die postkoloniale Haltung auf den Punkt. Die postkoloniale Theorie dient der moralischen Erpressung und der Rechtfertigung von Massenzuwanderung sowie europäischer Selbstverleugnung. Sie verkehrt historische Zusammenhänge und stellt die europäische Präsenz außerhalb Europas als alleinige Ursache heutiger Probleme dar.

Typische postkoloniale Mythen und ihre wissenschaftliche Widerlegung

Zum Glück gibt es Wissenschaftler, Journalisten und Intellektuelle wie Bruce Gilley, Mathias Brodkorb und Michael Klonovsky, die den modernen Bilderstürmern entgegentreten und die postkolonialen Mythen systematisch entlarven.

Ein erster Mythos lautet: „Die Europäer brachten die Sklaverei nach Afrika.“ Das ist falsch. Bereits im 10. Jahrhundert erreichte der Sklavenhandel auf dem afrikanischen Kontinent eine Hochphase – verantwortlich waren nicht Europäer, sondern muslimische Araber und indigene Afrikaner. Nach den Forschungen des senegalesischen Historikers Tidiane N’Diaye fielen der innerafrikanischen Sklaverei fast 17 Millionen Menschen zum Opfer. N’Diaye bezeichnet dies sogar als „verschleierten Völkermord“.

Ein weiterer Mythos behauptet: „Nur Afrikaner fielen der Sklaverei zum Opfer.“ Auch das ist falsch. Filme und Literatur wie „Django Unchained“, „12 Years a Slave“ oder „Onkel Toms Hütte“ tragen zur Mythenbildung bei. Tatsächlich wurden auch Weiße Opfer der Sklaverei. Arabische Piraten versklavten rund eine Million Europäer. Seeleute unterhielten eigene Kassen zum Freikauf europäischer Sklaven. Ein prominentes Opfer war der spanische Schriftsteller Miguel de Cervantes, Autor des „Don Quijote“, der seine Leidenszeit literarisch verarbeitete.

Ebenso unhaltbar ist die Behauptung: „Europa hielt die Sklaverei in Afrika aufrecht.“ Dänemark verbot als erstes Land 1792 die Sklaverei in seinen Kolonien. Das britische Empire folgte ab 1807. Auf der Berliner Kongokonferenz 1884/85 erklärten die Kolonialmächte die Bekämpfung der afrikanischen Sklaverei zum Hauptziel. In den Kirchen Europas wurden Kollekten für den Kampf gegen die Sklaverei gesammelt, und christliche Missionare setzten sich vor Ort in Afrika ein. Europäische Kaufleute profitierten zwar von der Sklaverei, doch der europäisch-staatliche Widerstand gegen die Ausbeutung von Menschen war ebenso real.

Die These „Die Niederschlagung des Herero-Aufstandes war ein Völkermord“ hält einer genauen Prüfung ebenfalls nicht stand. Der Niederschlagung des Herero-Aufstandes war die Ermordung von über 130 weißen Farmern vorausgegangen. Generalleutnant von Trotha befahl in seinem „Aufruf an das Volk der Herero“ im Oktober 1904, auf alle Herero zu schießen, die nicht das Land verließen. Doch die deutsche Kolonialverwaltung unter Theodor Leutwein und später die deutsche Reichsregierung unter Kaiser Wilhelm II. stellten sich diesem Vorgehen entgegen. Es gab zu keinem Zeitpunkt einen genozidalen Plan zwischen Kolonial- und Reichsregierung, die Volksgruppen der Herero und Nama auszulöschen. Die durch Konflikte und Krankheiten zermürbte Schutztruppe war logistisch nicht in der Lage, die Wüste hermetisch abzuriegeln, in der viele Herero verdursteten. Michael Klonovsky weist darauf hin, dass die Herero den Deutschen militärisch keinesfalls unterlegen waren und sich bewusst für den risikobehafteten Weg durch die Omaheke-Trockensavanne entschieden. Das selbstbewusste Volk der Herero veranstaltete 1923 für seinen Anführer Samuel Maharero ein Staatsbegräbnis nach deutschem Zeremoniell und präsentierte sich als deutsche Reichsbürger – ein Umstand, der die postkoloniale Völkermordthese endgültig in das Reich der Mythen und Legenden verweist.

Schließlich der Mythos: „Koloniale Kulturgüter sind ausschließlich Raubkunst.“ Die emeritierte Ethnologie-Professorin Brigitta Hauser-Schäublin erklärte dazu in der Neuen Zürcher Zeitung im Mai 2023: „Die ethnologische Provenienzforschung sucht ausschließlich nach Zeugnissen kolonialer Greuel, identifiziert Täter und Opfer nach einem Schwarz-Weiß-Muster, verwendet vorbelastete Begriffe und bewertet selbstgerecht Maßstäbe des 21. Jahrhunderts. Einer differenzierten Betrachtung der Lebensgeschichte von Objekten seit ihrer Entstehung fühlt sie sich nicht verpflichtet.“ Bei Restitutionsdebatten geht es nicht primär um Eigentümerschaft oder Herkunft – diese sind meist ohnehin nicht feststellbar, anders als bei NS-Raubkunst. Es geht den Postkolonialisten vielmehr um die symbolische Aufladung des Kulturguts als Beleg „weißer Schuld“. Die Restitution wird als Akt moralischer Selbsterhöhung zelebriert, der in den afrikanischen Herkunftsländern nicht selten auf Unverständnis stößt.

Plädoyer für eine selbstbewusste Kulturpolitik

Unstreitig gab es einzelne Verbrechen der deutschen Kolonialmacht. Die Gesamtbetrachtung der Kolonialgeschichte auf diese Verbrechen zu verengen, wäre jedoch unwissenschaftlich. Der europäische Kampf gegen die Sklaverei, koloniale Errungenschaften wie medizinischer Fortschritt und die Beendigung von Stammeskonflikten müssen ebenso Berücksichtigung finden. In keinem Fall dürfen Museen und Kultureinrichtungen die Rolle eines unhistorischen moralischen Richters einnehmen, wie es die politische Linke betreibt. Die Restitution von afrikanischen Artefakten wie den Benin-Bronzen scheitert als Akt moralischer Wiedergutmachung: Die von Deutschland restituierten Bronzen werden bis heute nicht in dem vom deutschen Steuerzahler mitfinanzierten „Museum of West African Arts“ in Nigeria ausgestellt, während sie in deutschen ethnologischen Museen mit Respekt präsentiert wurden.

Initiativen wie „Decolonize Berlin“, die die Umbenennung der Mohrenstraße vorantrieben, geben sich der Lächerlichkeit preis, wenn sie nun auch die Neubenennung in „Anton-Wilhelm-Amo-Straße“ ablehnen, weil es sich bei dem afrikanischen Gelehrten um einen Sohn afrikanischer Sklavenhändler handelte. Erinnerungspolitisch darf die Kolonialgeschichte Deutschlands und Europas nicht zum Werkzeug der politischen Linken werden, das mittels Schuldvorwürfen den europäischen Selbstbehauptungswillen schwächt, um Massenzuwanderung und „Black Lives Matter“-Forderungen zu legitimieren. Die Kolonialgeschichte ist nicht in schwarz-weißen Tönen zu zeichnen. Unsere Vergangenheit ist keine bloße Verbrechensgeschichte. Unser historisches Erbe verlangt nach einer differenzierten Betrachtung. Die politische Linke will in Dortmund mit 200.000 Euro Steuergeld ein „Dekolonial Denkmal“ errichten – nicht um aufzuarbeiten und zu gedenken, sondern um den Schuldvorwurf gegen das eigene Volk zu zementieren und ihren Plan von der Abschaffung unserer Heimat umzusetzen.

Identitär-patriotische Kultur- und Erinnerungspolitik muss sich dieser Vereinnahmung entgegenstellen und dafür sorgen, dass unsere Museen nicht zum Hort historischer Lügen verkommen. Wir müssen diesem Bildersturm trotzen. Wir brauchen keine Erinnerungspolitik, die stets die Schuld betont und keine Vergebung zulässt. Kulturpolitik muss unserem Volk Kraft spenden.

Quellen & Literatur

  1. Gilley, B. (2021). Verteidigung des deutschen Kolonialismus. Manuscriptum. URL: https://antaios.de/buecher-anderer-verlage/aus-dem-aktuellen-prospekt/122144/verteidigung-des-deutschen-kolonialismus
  2. Brodkorb, M. (2025). Postkoloniale Mythen: Auf den Spuren eines modischen Narrativs. Eine Reise nach Hamburg und Berlin, Leipzig, Wien und Venedig. zu Klampen Verlag. URL: https://zuklampen.de/buecher/sachbuecher/politik/postkoloniale-mythen-9783987370328-buch/
  3. Klonovsky, M. (2022). Der Kolonialismus war besser als sein Ruf. URL: https://www.klonovsky.de/2022/07/der-kolonialismus-war-besser-als-sein-ruf/
  4. Hauser-Schäublin, B. (2023). Benin-Bronzen: Schweizer Museen hofieren die Nachfahren von Sklavenhändlern und ignorieren das Blut, das an den Kunstschätzen klebt. Neue Zürcher Zeitung, 12. Mai 2023. URL: https://www.nzz.ch/feuilleton/benin-bronzen-schweizer-museen-beschoenigen-die-geschichte-ld.1737087
  5. N’Diaye, T. (2010). Der verschleierte Völkermord: Die Geschichte des islamischen Sklavenhandels in Afrika.
  6. Helferich, M. (2025). Der Postkolonialismus – Ein Schuldstolz für ganz Europa. Website Matthias Helferich. URL: https://matthiashelferich.de/aktuelles/der-postkolonialismus-ein-schuldstolz-fuer-ganz-europa/

* Mit Zustimmung des Autors basiert dieser Beitrag auf dessen Originalbroschüre „POSTKOLONIALISMUS. EIN SCHULDSTOLZ FUR GANZ EUROPA“; er wurde lediglich zur besseren Strukturierung, Sachlichkeit und Verständlichkeit überarbeitet und um aktuelle Quellen ergänzt, wobei KI-gestützte Methoden unterstützend eingesetzt wurden.

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