Von Dexit zur EU-Reform: AfD-Strategiewechsel hin zu einer Europäischen Wohlstands- und Interessengemeinschaft (EWIG) – Analyse der Wohlfahrtseffekte

_ Christopher Kofner, Geschäftsführer & Ökonom, Institut für konservative Wirtschaftspolitik. München, 03.03.2026.

Kernbotschaften & Handlungsempfehlungen

  • Grundsätzliche Kritik an der EU: Die AfD und verbündete rechtskonservative Parteien kritisieren die Europäische Union in ihrer derzeitigen Form scharf für ihren übermäßigen Supranationalismus und Zentralismus in Brüssel, das ausgeprägte Demokratiedefizit nicht direkt gewählter Institutionen, exzessive Überregulierung und Bürokratie mit planwirtschaftlicher Tendenz, den wirtschaftsfeindlichen Green Deal (Verbrennerverbot, ETS II, EPBD etc.), die Transferunion mit dauerhafter Umverteilung zulasten der Nettozahler, mangelhafte Außengrenzsicherung und chaotische Migrationspolitik, die nachteilige Euro-Rettungspolitik sowie EZB-Geldpolitik, links-liberale globalistische Ideologie („Wokismus“) und außenpolitische Isolierung durch unrealistische Sanktionen und Verlust strategischer Autonomie.
  • Ablehnung eines vollständigen Dexit: Ein vollständiger Austritt Deutschlands aus der EU wird nur von 42 Prozent der AfD-Wähler unterstützt, von 87 Prozent der Gesamtbevölkerung abgelehnt und würde der deutschen Volkswirtschaft in der Tat erheblichen Schaden zufügen. Die Forderung nach einem „Dexit“ ist in der Öffentlichkeitsarbeit schwer zu verteidigen und entfremdet breite Wählerschichten sowie wirtschaftsnahe Kreise. Zudem steht die AfD mit einer harten Dexit-Forderung weitgehend allein da – im Gegensatz zu den meisten anderen rechtskonservativen, EU-skeptischen Parteien in Europa (Patriots for Europe, Fidesz, FPÖ, Rassemblement National, Lega u. a.), die einen Austritt aus der EU ablehnen und stattdessen eine innere Reform und „Rückeroberung Brüssels“ anstreben.
  • Forderung nach grundlegender EU-Reform: Stattdessen sollte die AfD konsequent auf eine grundlegende Reform der Europäischen Union setzen. Eine hypothetische AfD-Bundesregierung verfügte über zwei besonders effektive Druckmittel, um diese Reform ohne Dexit durchzusetzen und die EU umfassend umzugestalten: Erstens die enorme Marktmacht Deutschlands als mit Abstand wichtigster Absatzmarkt für zahlreiche EU-Partnerstaaten – so hängen beispielsweise 7,2 Prozent der gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung Ungarns, 6,7 Prozent Österreichs, 6,3 Prozent Tschechiens und 6,0 Prozent Polens direkt oder indirekt von Exporten nach Deutschland ab; in diesen Ländern sichert die deutsche Nachfrage zudem einen erheblichen Teil der Beschäftigung (bis zu 6,8 Prozent in Polen). Zweitens die Androhung der Aussetzung der deutschen Nettobeiträge zum EU-Haushalt im Rahmen des Mehrjährigen Finanzrahmens – Deutschland trägt derzeit rund 54 Prozent aller Nettotransfers der Union, 20 Prozent der EU-Zolleinnahmen und 23 Prozent der EU-Umsatzsteuereinnahmen und damit den bei weitem größten Anteil an der gesamten Finanzierung des EU-Budgets. Beide Hebel zusammen wären ausreichend, um ohne Austritt eine tiefgreifende Reform der EU im Sinne nationaler Souveränität und wirtschaftlicher Vernunft zu erzwingen.
  • Ziel: Transformation zur EWIG: Das Ziel sollte die Transformation zur Europäischen Wohlstands- und Interessengemeinschaft (EWIG) nach dem Prinzip „Doing Less, but More Efficiently“ aus dem Weißbuch der Europäischen Union (2017) sein, ergänzt um eine asymmetrische, funktionale Neuverteilung legislativer und exekutiver Kompetenzen in drei Ebenen: Beibehaltung zentraler Elemente wie Binnenmarkt und Zollunion (4,04 Prozent BIP-Nutzen), Reform ausgewählter Felder wie Dienstleistungen und Außengrenzschutz, sowie Abschaffung schädlicher supranationaler Bereiche wie Euro, Transfers und gemeinsamer Klima-, Energie- und Industriepolitik.
  • Nettobelastung durch die derzeitige EU: Die Bruttokosten der gegenwärtigen EU – also die direkten wirtschaftlichen Belastungen durch Regulierungen, Sanktionen und Transferzahlungen, einschließlich des Emissions Trading Systems (ETS), der Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDD), der Energy Performance of Buildings Directive (EPBD), Russland-Sanktionen und der Geldpolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) – belaufen sich auf knapp 6 Prozent des deutschen BIP bzw. 256 Milliarden Euro jährlich und übersteigen damit die Bruttovorteile – die positiven Effekte wie Handelsgewinne und Effizienzsteigerungen – von 5,36 Prozent des BIP um 60 Basispunkte, was den dringenden Reformbedarf unterstreicht.
  • Wirtschaftlicher Effekt eines Euro-Austritts: Ein isolierter Euro-Austritt mit Rückkehr zur D-Mark würde das deutsche BIP allein durch Wechselkurseffekte um 1,01 Prozent steigern, was einem Nettozuwachs von 144 Basispunkten gegenüber dem Status quo entspräche. Dies würde jeden durchschnittlichen deutschen Haushalt jährlich um fast 1.500 Euro wohlhabender machen und durch deutlich verbilligte Importe von Rohstoffen und Vorprodukten eine spürbare Re-Industrialisierung begünstigen.
  • Wirtschaftlicher Effekt der EWIG-Reform: Die vollständige EWIG-Reform hingegen würde einen deutlich größeren Zuwachs von 5,83 Prozent des BIP erbringen – das entspräche einem Nettozuwachs von 642 Basispunkten gegenüber dem Status quo. Dies würde einen jährlichen Nettogewinn von über 276 Milliarden Euro (in Preisen von 2024) bedeuten, was pro durchschnittlichem deutschen Haushalt einem Mehrbetrag von mehr als 6.600 Euro pro Jahr entspräche, bei lediglich marginaler Abschwächung der positiven Binnenmarkteffekte.
  • Strategische Ausrichtung der Reform: Die Verschiebung vom Dexit-Ansatz hin zu einer inneren Reformstrategie passt nahtlos zur Linie der Patriots for Europe-Fraktion und ihrer Mitgliedsparteien wie Viktor Orbáns Fidesz (Ungarn), Herbert Kickls Freiheitlicher Partei Österreichs (FPÖ), Marine Le Pens Rassemblement National (Frankreich), Matteo Salvinis Lega (Italien), André Venturas Chega (Portugal) sowie Andrej Babiš‘ ANO (Tschechien); dieser „Takeover Brussels from within“- oder „Reconquer Europe“-Ansatz zielt darauf ab, durch Mehrheitsbildung in den EU-Institutionen und Allianzen mit konservativen Kräften die Union von innen heraus umzugestalten, um nationale Souveränität zu stärken und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit zu fördern, ohne die Kernvorteile der Integration aufzugeben.

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Grundlegende Einwände der AfD und verwandter rechtskonservativer Kräfte

Die Alternative für Deutschland (AfD) stuft die Europäische Union in ihrer gegenwärtigen Gestalt als gescheitertes Projekt ein. Im Mittelpunkt der Kritik stehen die illegitime Aushöhlung demokratischer Strukturen sowie die massive Beschneidung nationaler Souveränität durch fortschreitende Zentralisierung in Brüssel, überbordende Regulierungsdichte, aufgeblähte Bürokratie und eine zunehmend planwirtschaftlich orientierte Politik. Besonders nachdrücklich werden der Green Deal als wirtschaftsfeindliche Klima-Ideologie, die Transferunion mit dauerhafter Umverteilung zu Lasten der Nettozahlerländer wie Deutschland, die unzureichende Sicherung der Außengrenzen während der Migrationskrise sowie die Euro-Rettungspolitik als kostspieliger Irrweg angeprangert. Diese Vorbehalte – Supranationalismus, Zentralismus, Demokratiedefizit, Interventionismus, Bürokratie, links-liberale globalistische Ideologie (Wokismus) und außenpolitische Isolierung – teilen die AfD und zahlreiche weitere rechtskonservative EU-skeptische Parteien in Europa.

Die ursprüngliche Dexit-Forderung und ihre medialen Herausforderungen

Lange Zeit wurde der Dexit, also die Drohung mit einem Austritt der Bundesrepublik Deutschlands aus der Europäischen Union im Falle, dass die EU nicht mehr bereit ist, grundlegende Reformen durchzuführen, den Kernforderungen der AfD zugeschrieben. Auch wenn diese Exit-Androhung als Ultimatum und Druckmittel in diesem Sinne keineswegs gänzlich falsch oder unberechtigt ist, erweist sich der Begriff „Dexit“ nach Einschätzung des Autors dennoch als kontraproduktiv. Die Presse reagiert wiederholt mit scharfer Ablehnung und wirft der Partei fälschlicherweise vor, die europäische Gemeinschaft, die Idee Europas und die Errungenschaften der Integration anzugreifen. Auch wenn diese Vorwürfe nicht zutreffen, behindert das negative Framing das öffentliche Image und den politischen Erfolg der Partei.

Selbst innerhalb der eigenen Wählerschaft findet die Forderung nur begrenzten Rückhalt: Laut einer Umfrage der Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) aus dem Jahr 2023 befürworten lediglich 42 Prozent der AfD-Wähler einen Austritt Deutschlands aus der EU; in der Gesamtbevölkerung stößt er auf 87-prozentige Ablehnung.[1] Darüber hinaus bleibt der Begriff für viele Bürger und sogar Parteimitglieder inhaltlich unscharf.

Zudem würde ein vollständiger Austritt der deutschen Volkswirtschaft in der Tat erheblichen Schaden zufügen[2] – eine Perspektive, die, wie wiederholt zu betonen ist, selbst innerhalb der AfD kaum jemand ernsthaft anstrebt. Umfragen, wie, z.B. von der Bertelsmann-Stiftung, zeigen, dass die breite Mehrheit sich vielmehr eine tiefgreifende Reform der EU wünscht.[3] Vorwürfe eines wirtschaftsschädlichen Dexit im Falle eines Wahlsiegs mit Regierungsübernahme der AfD, wie sie Marcel Fratzscher (DIW)[4] oder das IW Köln erheben,[5] stellen daher einen klassischen Strohmann dar.

Positionswandel der AfD: Marktmacht und Nettotransfers als strategische Druckmittel

Als größter Mitgliedsstaat mit zentraler geografischer Lage, höchster Wirtschaftskraft, größter Bevölkerung, weitaus höchstem Nettotransferanteil am EU-Haushalt und als wichtigster Absatzmarkt für viele EU-Partnerstaaten verfügt Deutschland über zwei besonders wirkungsvolle Instrumente: die Androhung der Nutzung seiner Marktmacht gegenüber abhängigen Volkswirtschaften sowie die Androhung der Aussetzung der Beiträge zum Mehrjährigen Finanzrahmen.

Untersuchungen der Prognos AG für den Verband der Bayerischen Wirtschaft (vbw) zeigen, dass der deutsche Absatzmarkt für viele Partnerstaaten unverzichtbar ist: Ungarn erzielt 7,2 Prozent seiner gesamtwirtschaftlichen Bruttowertschöpfung durch Exporte nach Deutschland, gefolgt von Österreich (6,7 Prozent), Tschechien (6,3 Prozent), Polen (6,0 Prozent), der Slowakei (5,5 Prozent), Slowenien (5,3 Prozent), Luxemburg (5,1 Prozent), den Niederlanden (4,1 Prozent) und Irland (4,0 Prozent). Noch stärker wirkt sich dies auf die Beschäftigung aus: In Polen hängen 6,8 Prozent aller Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom deutschen Markt ab, in Tschechien 6,5 Prozent, in Österreich 5,9 Prozent usw.[6]

Auf Deutschland entfallen 54 Prozent, somit mehr als die Hälfte (!), der Nettobeiträge zum EU-Haushalt (2024),[7] 20 Prozent der Zolleinnahmen und 23 Prozent der Umsatzsteuereinnahmen.[8] Eine Einstellung dieser Transferleistungen würde die Finanzierung der Union unmittelbar zum Erliegen bringen.

Strategische Ausrichtung: „Reconquer Europe“ als gemeinsamer Ansatz

Die AfD setzt sich zunehmend mehrheitlich für eine umfassende Reform der EU ein. Diese Linie fügt sich nun auch nahtlos in die Strategie anderer rechtskonservativer, EU-skeptischer Parteien ein, insbesondere der Patriots for Europe mit ihrer „Reconquer Europe“-Initiative, die auch als „Takeover Brussels“ bezeichnet werden kann.[9] Das Ziel lautet, Europa von innen „zurückzuerobern“, indem Mehrheiten in den Mitgliedstaaten und den EU-Institutionen erlangt werden, um Brüssel grundlegend umzugestalten und die Union an rechtskonservativen, souveränistischen Grundsätzen auszurichten. Hierzu werden Bündnisse mit konservativen Kräften aus den Fraktionen der Europäischen Konservativen und Reformer sowie Teilen der Europäischen Volkspartei angestrebt. Die zentralen Anliegen umfassen die Stärkung nationaler Souveränität, eine restriktivere Migrationspolitik, den Schutz traditioneller Familienstrukturen, die Abkehr vom Green Deal, die Begrenzung gender- und diversitätspolitischer Maßnahmen sowie die Priorisierung wirtschaftlicher Wettbewerbsfähigkeit und gesellschaftlicher Stabilität. Márton Ugrósdy, stellvertretender Staatssekretär im ungarischen Ministerpräsidentenamt und Leiter des Büro des politischen Chefberaters von Viktor Orbán bringt diese Haltung auf den Punkt: Er fordert eine realistische Neubewertung der geopolitischen Lage und eine personelle Neuaufstellung der EU-Institutionen. Sein politisches Ziel formuliert er offen: Ungarn wolle Europa nicht verlassen, sondern gemeinsam mit Gleichgesinnten „Brüssel erobern“, also die politische Ausrichtung der Europäischen Union grundlegend verändern, um einen aus seiner Sicht drohenden Abstieg Europas zu verhindern.[10]

Reformziel der AfD: Asymmetrische funktionale Neuordnung nach dem Prinzip „Doing Less, but More Efficiently“

Die AfD und große Teile der rechtskonservativen EU-kritischen Parteien streben somit eigentlich eine Umgestaltung der Union gemäß dem „Doing Less, but More Efficiently“-Szenario des Weißbuchs der Europäischen Kommission von 2017 an[11] – vorrangig durch eine asymmetrische, funktionale Neuverteilung legislativer und exekutiver Kompetenzen. Der theoretische Unterbau verbindet das Konzept konzentrischer Ringe bzw. Multi-Speed-Europe (pioniert 1994 von Wolfgang Schäuble und Karl Lamers),[12] neofunktionalistische Spillover-Effekte (klassisch begründet von Ernst B. Haas und weiterentwickelt von Philippe C. Schmitter und Leon Lindberg)[13] sowie intergouvernementalistische Ansätze souveräner Entscheidungen (maßgeblich ausgearbeitet von Andrew Moravcsik in „The Choice for Europe“, 1998).[14]

Kernanliegen ist es, die bevormundende Europäische Union durch eine freiheitlichere Europäische Wohlstands- und Interessengemeinschaft (EWIG) zu ersetzen.

Diese funktionale Strategie konzentriert die EU auf Felder mit hohem supranationalem Mehrwert, verlagert oder renationalisiert Bereiche ohne nachweisbaren Netto-Nutzen und zielt auf gesteigerte Effizienz, reduzierte Bürokratie und schlankere Strukturen ab.

Die AfD formulierte in ihren Europawahl- (2024)[15] und Bundestagswahlprogrammen (2025)[16] zwar keine explizite Dreiteilung in drei Integrationsebenen. Dennoch lehnt sich die folgende, vom Autor vorgeschlagene Unterteilung inhaltlich eng an die zentralen Forderungen und Priorisierungen der AfD-Programme an. Der Autor schlägt daher vor, die europäische Integration in drei klar unterschiedene Ebenen zu gliedern und konkret folgende Politikbereiche jeweils diesen Ebenen zuzuordnen:

  1. Beibehaltung bzw. Vertiefung zentraler, unstrittiger Elemente Der gemeinsame Warenbinnenmarkt, die Zollunion für Waren, bestehende Waren-Freihandelsabkommen mit Drittstaaten sowie die Zusammenarbeit in Forschung und Entwicklung sollen vollständig erhalten und – wo sinnvoll – sogar vertieft werden.
  2. Reformbedürftige, aber grundsätzlich erhaltenswerte Bereiche In Politikfeldern, die prinzipiell Mehrwert bieten, aber in ihrer derzeitigen Ausgestaltung den nationalen – insbesondere deutschen – Interessen nicht ausreichend gerecht werden, sollen die supranationalen Strukturen weitgehend bestehen bleiben, jedoch grundlegend reformiert werden. Dazu zählen nach Ansicht des Autors: ein deutlich wirksamerer Schutz der Außengrenzen, ein geregelter und fairer gemeinsamer Binnenmarkt für Dienstleistungen, Banken und Kapital, transparente und nationale Ausschreibungen berücksichtigende Vergaberegeln, eine streng kontrollierte interne Arbeitsmigration sowie die Erweiterung bestehender Freihandelsabkommen mit Drittstaaten auch auf Dienstleistungen, Kapital und Arbeit (z. B. mit Kanada und den Ländern der Östlichen Partnerschaft). Eine weitere Vertiefung dieser Bereiche bleibt – wie im Schäubles Modell unterschiedlicher Geschwindigkeiten, konzentrischer Ringe und „Country Clubs“ – wirtschaftlich vergleichbar entwickelten Mitgliedstaaten (z. B. Deutschland, Frankreich, Niederlande) vorbehalten.
  3. Abschaffung und vollständige Renationalisierung schädlicher supranationaler Elemente Alle als bevormundend, bürokratisch und wirtschaftsfeindlich eingestuften Bereiche der derzeitigen EU-Architektur sollen nach Auffassung des Autors vollständig aufgehoben und auf nationale Ebene zurückverlagert werden: die Euro-Einheitswährung und einheitliche Geldpolitik, alle Nettotransfers (mit Ausnahme der Forschungsförderung), die Gemeinsame Agrarpolitik, die gemeinsame Verschuldung, die gemeinsame Sozialpolitik (einschließlich einer etwaigen EU-Arbeitslosenversicherung), die gemeinsame Industriepolitik (z. B. Verbrennerverbot), die gemeinsame Energie- und Klimapolitik (z. B. einheitliche Heizungs- und Dämmvorgaben) sowie die gemeinsame Sanktionspolitik.

Durch diese dreistufige Gliederung soll die angestrebte Europäische Wohlstands- und Interessengemeinschaft (EWIG) die nachweisbaren Vorteile europäischer Integration bewahren, während die als schädlich empfundenen supranationalen Übergriffe konsequent beseitigt werden.

Bruttovorteile der bestehenden EU für Deutschland

Etablierte Ökonomen und große Medien behaupten einhellig, die EU bringe Deutschland ausschließlich Vorteile, die sämtliche Nachteile bei weitem überträfen. Diese Einschätzung hält einer genaueren Prüfung nicht stand.

Eine der maßgeblichen Studien, auf die sich diese Behauptungen häufig stützen, ist die Untersuchung von Gabriel Felbermayr und Kollegen (IfW Kiel, 2019) mit dem Titel „Die (Handels-)Kosten einer Nicht-EU“.[17] Sie quantifiziert den Bruttonutzen der europäischen Integration für Deutschland mit insgesamt 5,36 Prozent des BIP. Zwar haben die Autoren mit dieser Größenordnung in Bezug auf den positiven Bruttobeitrag grundsätzlich recht – doch genau diese Zahl unterstreicht zugleich die entscheidenden Schwächen ihrer und vergleichbarer Analysen:

Erstens gehen die positiven Effekte zu über drei Vierteln (genau 4,04 Prozentpunkte) auf jene Kernelemente der Integration zurück, die auch die AfD ausdrücklich beibehalten will: den gemeinsamen Binnenmarkt für Waren (3,91 Prozent) sowie die Zollunion (0,13 Prozent). Die reformbedürftigen oder abzuschaffenden Bereiche – Freihandelsabkommen mit Drittstaaten (0,11 Prozent), Schengen-Raum (0,80 Prozent) und der Euro als Einheitswährung mit seinen Transaktionskostenersparnissen (lediglich 0,41 Prozent) – tragen zusammen nur marginale 1,32 Prozentpunkte bei. Mit anderen Worten: Der weit überwiegende Teil des viel beschworenen EU-Nutzens beruht auf Integrationsaspekten, die von der AfD gar nicht in Frage gestellt werden.

Zweitens – und entscheidend – lassen die meisten dieser Studien die enormen Bruttokosten der supranationalen EU-Politik in ihrer Gänze systematisch außer Acht oder unterschätzen sie erheblich. In eine ehrliche, vollumfängliche Kosten-Nutzen-Rechnung fließen weder die massiven Belastungen durch ETS I & II, CBAM, CSDD, EPBD, Energieeffizienzrichtlinie, Verbrennerverbot, Russland-Sanktionen, EZB-Geldpolitik noch die dauerhaften Nettotransferzahlungen und die Folgen der gemeinsamen Verschuldung in angemessener Höhe ein. Die einseitige Fokussierung auf Handels- und Transaktionsvorteile bei gleichzeitiger Ausblendung oder Bagatellisierung dieser Kosten führt zu einem verzerrten Gesamtbild, das die tatsächliche Nettobelastung Deutschlands durch die derzeitige EU-Konstruktion massiv unterschätzt.

Erhebliche Bruttonachteile der supranationalen EU-Politik

Die supranationale Steuerung der Union belastet die deutsche Wirtschaft in erheblichem Umfang – insbesondere durch Haushaltsbeiträge, Klima- und Energiepolitik, Sanktionen, geopolitische Maßnahmen sowie Regulierungs- und Bürokratiekosten –, insgesamt rund 5,95 Prozent des BIP oder 256 Milliarden Euro jährlich. Sämtliche Angaben beruhen auf den konservativsten verfügbaren Schätzungen.

  • Die Nettotransfers einschließlich NGEU belaufen sich nach IW Köln auf etwa 0,35 Prozent des BIP (rund 15,1 Mrd. Euro). [18]
  • Die Auktionserlöse des Emissionshandelsystems ETS I erreichen 2024 gemäß Deutscher Emissionshandelsstelle 0,13 Prozent des BIP (5,5 Mrd. Euro). ETS II (BEHG) addiert weitere 0,30 Prozent des BIP (13 Mrd. Euro).[19]
  • Die Russland-Sanktionen verursachen laut früheren Berechnungen des IKW Wachstums- und Wohlfahrtsverluste von 0,66 Prozent des BIP (28,4 Mrd. Euro).[20]
  • Der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus CBAM wird nach Kommissionsschätzungen mit 0,23 Prozent des BIP (9,9 Mrd. Euro) angesetzt.[21]
  • Die Corporate Sustainability Due Diligence Directive (CSDD) erzeugt nach WIFO-Analyse Kosten von 0,82 Prozent des BIP (35,1 Mrd. Euro).[22]
  • Die Energieeffizienzrichtlinie (EED) belastet die Wirtschaft gemäß ifo-Schätzungen mit 0,95 Prozent des BIP (40,9 Mrd. Euro).[23]
  • Die Gebäuderichtlinie EPBD verursacht laut Allianz Research 1,38 Prozent des BIP (59,4 Mrd. Euro).[24]
  • Das Verbot neuer Verbrennungsmotoren („Verbrenner-Aus“) führt nach IWF-Berechnungen zu Wertschöpfungsverlusten von 0,30 Prozent des BIP (12,9 Mrd. Euro).[25]
  • Die EZB-Geldpolitik schließlich – die Deutschland keine konjunkturgerechte Steuerung erlaubt und durch negative Realzinsen auf Sparguthaben reale Kaufkraftverluste bewirkt – wird anhand Bundesbank-Daten mit 0,84 Prozent des BIP (36 Mrd. Euro) bewertet.[26]
  • In der Summe belaufen sich diese Kosten der supranationalen EU-Politik auf insgesamt rund 5,95 Prozent des deutschen Bruttoinlandsprodukts bzw. etwa 256 Milliarden Euro jährlich. Sämtliche Angaben beruhen ausschließlich auf den konservativsten verfügbaren Schätzungen. Dadurch übersteigen die Bruttokosten die in der Literatur häufig genannten Bruttovorteile von 5,36 Prozent des BIP um rund 0,60 Prozentpunkte.

Die Kosten der Migrationspolitik werden in dieser Analyse bewusst nicht der EU-Mitgliedschaft zugerechnet – im Gegensatz zu früheren Studien das Autors[27] –, da sie primär von nationalpolitischen Entscheidungen abhängen und nicht zwangsläufig aus EU-Recht resultieren. Dies verdeutlicht eindrucksvoll der Vergleich zwischen Ungarn, das 2024 lediglich 30 Asylanträge verzeichnete,[28] und Deutschland, wo im selben Zeitraum über 250.000 Anträge gestellt wurden.[29]

Wohlfahrtseffekte einer Reform zur EWIG

Im Folgenden untersucht der Autor zwei kontrafaktische Szenarien: Im ersten Szenario wird die Wiedereinführung der D-Mark unter einer souveränen nationalen Bundesbank betrachtet, während das zweite Szenario die umfassende Reform der Europäischen Union hin zu einer Europäischen Wohlstands- und Interessengemeinschaft (EWIG) – wie zuvor skizziert – modelliert.

Szenario 1: Austritt aus dem Euro und Rückkehr zur D-Mark

Im ersten Szenario – einem isolierten Austritt aus dem Euro – führen die festen Wechselkurse innerhalb der Eurozone zu einer strukturellen Unterbewertung des realen Wechselkurses des exportstarken deutschen Wirtschaftsmodells und zu einer entsprechenden Überbewertung bei den südlichen Schuldnerstaaten. Makroökonomische Prognosen der Bertelsmann Stiftung gehen davon aus, dass eine Rückkehr zur D-Mark mit einer Aufwertung um etwa 23 Prozent einherginge, während der verbleibende Rest-Euro um etwa 7 Prozent abwerten würde.[30]

Zur Quantifizierung der Handels- und Wohlfahrtseffekte wurde ein partielles Gleichgewichtsmodell[31] mit vier Regionen (Deutschland, übrige Eurozone, übrige EU, Rest der Welt) eingesetzt, das auf Daten der WITS-GTAP-Datenbank für Waren und der OECD für Dienstleistungen basiert (Basisjahr 2017).[32] Die Simulationsergebnisse zeigen: Deutsche Exporte in die übrige Eurozone würden um rund 2 Prozent zurückgehen, in die Nicht-Euro-EU-Staaten um etwa 35 Prozent und in den Rest der Welt um bis zu 40 Prozent sinken. Gleichzeitig stiegen die Importe nach Deutschland um 3 Prozent (aus der Eurozone), 30 Prozent (aus der übrigen EU) bzw. 33–37 Prozent (aus dem Rest der Welt).

Entscheidend ist jedoch, dass die Konsumentenrente – vor allem durch deutlich günstigere Importe von Rohstoffen und Vorprodukten – die Produzentenverluste im Exportsektor deutlich überkompensiert. Daraus ergibt sich ein Wohlfahrtsgewinn von 0,6 Prozent des BIP im Warenhandel und 0,5 Prozent im Dienstleistungssektor. Insgesamt würde das deutsche BIP brutto um 1,01 Prozent steigen (netto um 0,85 Prozent), was einem Nettozuwachs von 144 Basispunkten gegenüber dem Status quo entspräche. Dies würde jeden durchschnittlichen deutschen Haushalt jährlich um fast 1.500 Euro wohlhabender machen und durch verbilligte Vorleistungen eine spürbare Re-Industrialisierung begünstigen.

Szenario 2: Übergang von der EU zur EWIG

Das zweite Szenario – der Übergang von der EU zur Europäischen Wohlstands- und Interessengemeinschaft (EWIG) – baut auf dem Euro-Austritt auf und kombiniert ihn mit der vollständigen Einstellung der deutschen Nettotransferzahlungen an die EU (einschließlich des Wiederaufbaufonds NGEU), bei gleichzeitiger Beibehaltung der Beteiligung an gemeinsamen europäischen Forschungsprojekten in Höhe von rund 2,7 Mrd. Euro brutto pro Jahr (entsprechend lediglich 0,06 Prozent des deutschen BIP).

Angesichts der überragenden wirtschaftlichen, demografischen und geopolitischen Verhandlungsmacht Deutschlands ist es unrealistisch, dass die übrigen Mitgliedstaaten einen Ausschluss aus dem Binnenmarkt, der Zollunion, dem Schengen-Raum oder den bestehenden Freihandelsabkommen mit Drittstaaten glaubwürdig durchsetzen könnten – die volkswirtschaftlichen Kosten eines solchen Ausschlusses wären für die Partnerländer prohibitiv hoch.

Die nahezu vollständige Streichung der deutschen Nettotransfers (die 54 Prozent aller EU-Nettotransfers ausmachen) führt zwar zu einer gewissen Abschwächung der positiven Wohlfahrtseffekte des Binnenmarktes, der Zollunion und des Schengen-Raums, doch bleibt diese Abschwächung moderat. Unter Zugrundelegung eines durchschnittlichen kontraktiven Fiskalmultiplikators von 0,5 (nach Schätzung der Europäischen Zentralbank)[33] und des deutschen Anteils von 22 Prozent am gesamten Intra-EU-Handel mit Waren und Dienstleistungen (Basisjahr 2017) verringert sich die Wertschöpfung dieser Integrationsbereiche für Deutschland lediglich um etwa 2,1 Prozent.

In der Gesamtbetrachtung führt das EWIG-Szenario zu einem deutlichen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts um 5,83 Prozent– das entspricht einem Nettozuwachs von 642 Basispunkten gegenüber dem Statusquo. Dies wiederum bedeutet einen jährlichen Nettogewinn von über 276 Milliarden Euro (in Preisen von 2024), was pro durchschnittlichen deutschen Haushalt einem Mehrbetrag von mehr als 6.600 Euro pro Jahr entspräche.

Quellen & Literatur

[1] Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) (2023). Die europafreundlichen Deutschen. URL: https://www.kas.de/de/monitor-wahl-und-sozialforschung/detail/-/content/die-europafreundlichen-deutschen

[2] Bardt, H. et al. (2024). Dexit würde 690 Milliarden Euro kosten. IW Köln. URL: https://www.iwkoeln.de/presse/pressemitteilungen/hubertus-bardt-lennart-bolwin-berthold-busch-juergen-matthes-dexit-wuerde-690-milliarden-euro-kosten.html

[3] Garton Ash T. et al. (2021). Europe Today and Tomorrow: What Europeans Want. eupinions. URL: https://eupinions.eu/de/text/europe-today-and-tomorrow-what-europeans-want

[4] Fratzscher, M. (2023). LinkedIn-Post zu Dexit und AfD. URL: https://www.linkedin.com/posts/marcel-fratzscher_dexit-afd-brexit-activity-7155492236908994561-i5Lo/?originalSubdomain=de

[5] Bardt, H. et al. (2024).

[6] vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (2024). Die Bedeutung der deutschen Wirtschaft für Europa. URL: https://www.vbw-bayern.de/Redaktion/Frei-zugaengliche-Medien/Abteilungen-GS/Volkswirtschaft/2024/Downloads/Studie_Die-Bedeutung-der-deutschen-Wirtschaft-f%C3%BCr-Europa_final.pdf

[7] Institut der deutschen Wirtschaft (IW) (2025). IW-Report 2025: EU-Haushalt. URL: https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2025/IW-Report_2025-EU-Haushalt.pdf

[8] European Commission (2024). EU budget spending and revenue 2000-2023. URL: https://commission.europa.eu/document/download/45d0623a-529e-44d2-aae4-2ca9bac87ec3_en?filename=eu_budget_spending_and_revenue_2000-2023.xlsx

[9] Patriots for Europe (2025). The Reconquest Begins – Patriots Party Rally in Madrid for Europa Viva 25. URL: https://patriots.eu/the-reconquest-begins-patriots-party-rally-in-madrid-for-europa-viva-25/ | Politico (2025). Looking at Trump, Europe’s far-right vows to reconquer the continent. URL: https://www.politico.eu/article/looking-at-trump-europes-far-right-vows-to-reconquer-the-continent/ | Euronews (2025). ‘Your time is over’: Far-right leaders take on the EU’s mainstream parties. URL: https://www.euronews.com/my-europe/2025/02/08/your-time-is-over-far-right-leaders-take-on-the-eus-mainstream-parties

[10] Ugrósdy, M. (2025). Wir müssen Brüssel erobern. Achgut.com. URL: https://www.achgut.com/artikel/wir_muessen_bruessel_erobern

[11] European Commission (2017). White Paper on the Future of Europe. URL: https://shorturl.at/rLSZ1

[12] Schäuble, W. und Lamers, K. (1994). Überlegungen zur europäischen Politik. CDU/CSU. URL: https://www.cducsu.de/upload/schaeublelamers94.pdf

[13] Haas E. B. (1958). The Uniting of Europe: Political, Social, and Economic Forces, 1950–1957. Stanford University Press. URL: https://www.europarl.europa.eu/100books/file/EN-H-BW-0038-The-uniting-of-Europe.pdf | Schmitter P. C. (1969). Three Neo-Functional Hypotheses About International Integration. International Organization, 23 (1), S. 161–166. URL: https://doi.org/10.1017/S0020818300025601 |

[14] Moravcsik, A. (1998). The Choice for Europe: Social Purpose and State Power from Messina to Maastricht. Cornell University Press. URL: https://www.cornellpress.cornell.edu/book/9780801485091/the-choice-for-europe/

[15] Alternative für Deutschland (AfD) (2024). Europawahlprogramm 2024. URL: https://www.afd.de/wp-content/uploads/2023/11/2023-11-16-_-AfD-Europawahlprogramm-2024-_-web.pdf

[16] Alternative für Deutschland (AfD) (2025). Bundestagswahlprogramm 2025. URL: https://www.afd.de/wp-content/uploads/2025/02/AfD_Bundestagswahlprogramm2025_web.pdf

[17] Felbermayr, G. et al. (2019). Die (Handels-)Kosten einer Nicht-EU. IfW Kiel. URL: https://www.kielinstitut.de/de/publikationen/die-handels-kosten-einer-nicht-eu-13152

[18] Busch B. et al. (2025). EU-Haushalt und Mitgliedstaaten: Wer ist Nettozahler, wer Nettoempfänger?. Institut der deutschen Wirtschaft Köln e. V. URL: https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/Report/PDF/2025/IW-Report_2025-EU-Haushalt.pdf

[19] Deutsche Emissionshandelsstelle (DEHSt) (2025). Jahresabschluss 2024 EU-ETS/NEHS. URL: https://www.dehst.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2025-001-jahresabschluss-2024-euets-nehs.html

[20] Kofner, C., Rothfuss R. (2025) Von Sanktionen zu Wohlstand: Wie die Normalisierung der Beziehungen zu Russland Deutschlands Wirtschaft ankurbeln würde. IWK. URL: https://institutkw.de/von-sanktionen-zu-wohlstand-wie-die-normalisierung-der-beziehungen-zu-russland-deutschlands-wirtschaft-ankurbeln-wuerde/

[21] European Commission (2021). CBAM Proposal. URL: https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX:52021PC0564

[22] Meyer B. (2024). Nachhaltigkeit entlang globaler Lieferketten – Wirtschaftliche Effekte der EU‑Richtlinie für Sorgfaltspflichten von Unternehmen. Österreichisches Institut für Wirtschaftsforschung. URL: https://www.wifo.ac.at/wp-content/uploads/upload-1357/rb_2024_004_.pdf

[23] Fuest, C. (2023). Das Energieeffizienzgesetz bedroht das Wirtschaftswachstum. Handelsblatt. URL: https://www.handelsblatt.com/meinung/gastbeitraege/gastkommentar-das-energieeffizienzgesetz-bedroht-das-wirtschaftswachstum-/29142748.html

[24] Allianz Trade (2025). Real Estate Transition Studie. URL: https://www.allianz-trade.de/content/dam/onemarketing/aztrade/allianz-trade_de/presse/2025-07-08-allianz-trade-studie-real-estate-transition.pdf

[25] International Monetary Fund (IMF) (2024). Working Paper on Verbrenner-Aus. URL: https://www.imf.org/-/media/files/publications/wp/2024/english/wpiea2024218-print-pdf.pdf

[26] Deutsche Bundesbank (2025). Bargeld und Sichteinlagen der privaten Haushalte in Deutschland von 1999 bis 2024. URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/236300/umfrage/bargeld-und-sichteinlagen-der-privaten-haushalte-in-deutschland/ | Deutsche Bundesbank (2026). Entwicklung der Realzinssätze auf die Bankeinlagen privater Haushalte in Deutschland nach Laufzeit von Dezember 2022 bis Dezember 2025. URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1379650/umfrage/entwicklung-der-realzinssaetzen-auf-bankeinlagen-privater-haushalte/

[27] Kofner J. C. (2024). EWIG statt EU: Zum wirtschaftlichen Nutzen des Dexit für Deutschland. MIWI Institut für Marktintegration und Wirtschaftspolitik. URL: https://kofner.de/zum-wirtschaftlichen-nutzen-des-dexit/

[28] Eurostat (2026). Asylum applicants by type, citizenship, age and sex – monthly data (Dataset migr_asyappctzm). Eurostat. URL: https://ec.europa.eu/eurostat/databrowser/view/migr_asyappctzm__custom_20332083/default/table

[29] Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF) (2026). Anzahl der Asylanträge in Deutschland seit 1995. URL: https://de.statista.com/statistik/daten/studie/76095/umfrage/asylantraege-insgesamt-in-deutschland-seit-1995/

[30] Petersen, T. et al. (2013). How Germany Benefits from the Euro in Economic Terms. Bertelsmann Stiftung. URL: https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen/publikation/did/how-germany-benefits-from-the-euro-in-economic-terms/

[31] Francois J, Hall K (2002). Francois Global Simulation Analysis of Industry-Level Trade Policy. World Bank. URL: http://wits.worldbank.org/data/public/GSIMMethodology.pdf

[32] World Bank (2021). World Integrated Trade Solution (WITS). URL: https://wits.worldbank.org/ | OECD (2021). International Trade in Services Statistics. URL: https://stats.oecd.org/Index.aspx?DataSetCode=TISP_EBOPS2010

[33] Cugnasca, A. und Rother, P. (2015). Fiscal multipliers during consolidation: evidence from the European Union. ECB Working Paper. URL: https://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/scpwps/ecbwp1863.en.pdf

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