Schuldenpolitik: Erst Unternehmen, dann der Staat

_ Christopher Kofner, Geschäftsführer, Institut für konservative Wirtschaftspolitik (IKW). Erfurt, 10. Oktober 2026.

Kernbotschaften & Handlungsempfehlungen

  • Private Unternehmensverschuldung muss Vorrang vor staatlicher Neuverschuldung erhalten: Deutsche Unternehmen sollen wieder verstärkt Kredite für Fabriken, Maschinen und andere produktive Investitionen aufnehmen, anstatt dauerhaft Finanzierungsüberschüsse zu erzielen.
  • Die sektoralen Finanzierungssalden erklären die gegenwärtige Funktion staatlicher Defizite: Private Haushalte und Unternehmen bleiben Nettosparer, während der außenwirtschaftliche Finanzierungsüberschuss Deutschlands von 7,6 Prozent des BIP (2019) auf voraussichtlich 4,1 Prozent (2026) gesunken ist. Staatliche Defizite können diese Nachfragelücke kurzfristig ausgleichen.
  • Die hohe Staatsquote und falsche Ausgabenprioritäten sprechen gegen zusätzliche Schulden: Bei einer Staatsquote von 50,2 Prozent des BIP müssen bestehende Ausgaben vorrangig konsolidiert werden. Die AfD-Bundestagsfraktion veranschlagt hierfür Einsparpotenziale von jährlich 125 bis 140 Milliarden Euro.
  • Der Zinsdienst ist eine zentrale Grenze staatlicher Verschuldung: Bis 2030 könnten 80,7 Milliarden Euro beziehungsweise rund 18,5 Prozent der Bundessteuereinnahmen für Zinsen gebunden sein. Deshalb müssen Zinssatz, Wachstum, Refinanzierungsbedingungen und langfristige Haushaltsbelastungen jede Kreditentscheidung bestimmen.
  • Niedrige Zinsen erfüllen zwei grundlegende wirtschaftspolitische Funktionen: Sie verringern die staatliche Zinslast und verbessern die Schuldentragfähigkeit; zugleich machen sie kreditfinanzierte Realinvestitionen gegenüber festverzinslichen Finanzanlagen attraktiver.
  • Deutschland muss nationale geldpolitische Handlungsfähigkeit zurückgewinnen: Eine Rückübertragung geldpolitischer Kompetenzen an die Bundesbank soll eine eigenständige, auf Preisstabilität und produktive Investitionen ausgerichtete Zinspolitik ermöglichen.
  • Staatliche Neuverschuldung darf keine dauerhafte Ersatzlösung für mangelnde private Investitionen sein: Niedrigere Energiekosten, geringere Steuern und Abgaben sowie der Abbau übermäßiger Bürokratie einschließlich ESG-Vorgaben sollen die Investitionsrenditen erhöhen, damit Unternehmen wieder verstärkt zu produktiven Nettokreditnehmern werden.

Die eigentliche Schuldenfrage

Eine rationale Wirtschaftspolitik darf Staatsverschuldung weder grundsätzlich ausschließen noch zum dauerhaften Instrument der Wachstumsfinanzierung erheben. Entscheidend ist, weshalb deutsche Unternehmen seit den 2000er-Jahren über weite Strecken Finanzierungsüberschüsse erzielen, anstatt sich verstärkt für Fabriken, Maschinen und Produktionskapazitäten zu verschulden.

Die wirtschaftspolitische Priorität muss deshalb lauten: Nicht der Staat soll dauerhaft die Rolle des Schuldners übernehmen, sondern Unternehmen müssen wieder ausreichende Anreize erhalten, produktive Investitionen kreditfinanziert vorzunehmen. Staatliche Neuverschuldung bleibt eine nachrangige, unter bestimmten Bedingungen legitime Ausweichlösung.

Finanzierungssalden: Wer schließt die Nachfragelücke?

Wilhelm Lautenbach erklärte, dass das Sparen eines Teils der von Unternehmen gezahlten Löhne die Konsumnachfrage und damit Unternehmensumsätze und Gewinne verringert. Werden diese Nachfrageausfälle nicht durch kreditfinanzierte Investitionen in neue Produktionsmittel ausgeglichen, droht eine Abwärtsspirale aus sinkender Produktion, Beschäftigung und Einkommen. Heiner Flassbeck betont den damit verbundenen gesamtwirtschaftlichen Zusammenhang: Die Finanzierungssalden von Haushalten, Unternehmen, Staat und Ausland müssen sich gegenseitig ausgleichen. Den finanziellen Überschüssen eines Sektors stehen notwendigerweise Defizite anderer Sektoren gegenüber. [1–2]

Sparen private Haushalte und Unternehmen gleichzeitig, während der außenwirtschaftliche Überschuss zurückgeht, kann eine gesamtwirtschaftliche Nachfragelücke entstehen. Versucht zusätzlich der Staat, seine Ausgaben zu reduzieren, können Einkommen, Beschäftigung und Steuereinnahmen sinken. Dieses Sparparadoxon erklärt, weshalb gesamtwirtschaftlich nicht alle Sektoren gleichzeitig Nettosparer sein können.

Die Entwicklung der deutschen Finanzierungssalden verdeutlicht die Verschiebung:

Sektor 2019 2025 2026 (Prognose)
Private Haushalte +195,6 Mrd. € (+5,5 % des BIP) +283,3 Mrd. € (+6,3 %) +298,7 Mrd. € (+6,3 %)
Unternehmen +28,7 Mrd. € (+0,8 %) +18,7 Mrd. € (+0,4 %) +86,3 Mrd. € (+1,8 %)
Staat +47,0 Mrd. € (+1,3 %) −136,5 Mrd. € (−3,0 %) −192,2 Mrd. € (−4,1 %)
Ausland gegenüber Deutschland −271,3 Mrd. € (−7,6 %) −165,6 Mrd. € (−3,7 %) −192,8 Mrd. € (−4,1 %)

Quellen: Deutsche Bundesbank, Finanzierungsrechnung für 2019; Gemeinschaftsdiagnose Herbst 2026 für 2025 und 2026. Unternehmenssektor einschließlich finanzieller Kapitalgesellschaften; Prozentwerte auf Basis des jeweiligen nominalen BIP, gerundet. Unterschiedliche Datenstände können statistische Revisionen enthalten. [3–4]

Die privaten Haushalte und Unternehmen bleiben Nettosparer. Gleichzeitig hat sich das Defizit des Auslands gegenüber Deutschland, spiegelbildlich zum deutschen außenwirtschaftlichen Finanzierungsüberschuss, seit 2019 relativ zur Wirtschaftsleistung annähernd halbiert. Zwar steigt es 2026 gegenüber 2025 wieder etwas, bleibt aber weit unter dem Vorkrisenniveau.

Damit fällt ein wesentlicher früherer Nachfrage- und Finanzierungsausgleich geringer aus. Solange Unternehmen nicht verstärkt Nettokredite aufnehmen, muss vor allem der Staat durch Defizite einspringen, wenn ein weiterer Nachfrageeinbruch vermieden werden soll. Die saldenmechanische Notwendigkeit einer Gegenposition rechtfertigt jedoch nicht automatisch, dass gerade der Staat dauerhaft Schuldner bleiben muss.

Öffentliche Investitionen und Vorrang der Ausgabenkonsolidierung

Der schlanke Ordnungsstaat darf nicht mit einem investitionsunfähigen Staat verwechselt werden. Friedrich List unterschied zwischen gegenwärtigem Konsum und der Entwicklung langfristiger Produktivkräfte. Straßen, Schienen, Schulen, Krankenhäuser, Forschung, Energie- und Digitalinfrastruktur sowie Verteidigungsfähigkeit schaffen Voraussetzungen zukünftiger Wertschöpfung. [5]

Der Investitionsbedarf ist erheblich. Das KfW-Kommunalpanel 2026 beziffert den wahrgenommenen kommunalen Investitionsrückstand auf 231,2 Milliarden Euro, darunter 68,9 Milliarden Euro für Schulen und 53,7 Milliarden Euro für Straßen und Verkehrsinfrastruktur. [6]

Eine gemeinsame Untersuchung von IW und IMK ermittelt einen zusätzlichen öffentlichen Investitionsbedarf von 595,7 Milliarden Euro innerhalb von zehn Jahren. Ohne die veranschlagten 200 Milliarden Euro für Dekarbonisierung und 13,2 Milliarden Euro für kommunale Klimaanpassung verbleiben rechnerisch 382,5 Milliarden Euro. Diese engere Abgrenzung berücksichtigt insbesondere klassische Infrastruktur-, Bildungs- und Verkehrsaufgaben. [7]

Vor einer Neuverschuldung sind jedoch bestehende Ausgaben konsequent zu überprüfen. Die AfD-Bundestagsfraktion beziffert ihre Einspar- und Umschichtungspotenziale in ihren Haushaltskalkulationen auf rund 125 bis 140 Milliarden Euro. Für den Bundeshaushalt 2026 weist sie konkret 125,4 Milliarden Euro aus. Gekürzt werden sollen insbesondere Ausgaben für Klimaschutz und Energiewende, Asyl und Migration einschließlich bestimmter Sozialleistungen für Ausländer, Genderpolitik sowie Entwicklungszusammenarbeit und weitere aus ihrer Sicht ideologisch motivierte Programme. Zugleich sieht ihr Steuerkonzept Entlastungen von rund 55 Milliarden Euro vor. [8, 26]

Selbst derart weitreichende Einsparungen bilden jedoch nicht ohne Weiteres eine vollständige Finanzierung für gleichzeitige umfangreiche Steuer- und Abgabensenkungen, Haushaltskonsolidierung und den jahrzehntelang aufgelaufenen Investitionsrückstand. Soll dieser zügig beseitigt werden, erscheint deshalb auch für eine konsequente Konsolidierungsregierung eine begrenzte, zweckgebundene Neuverschuldung gegebenenfalls über den regulären Spielraum der Schuldenbremse hinaus wirtschaftspolitisch vertretbar. Die dafür erforderlichen verfassungsrechtlichen Voraussetzungen wären gesondert sicherzustellen.

Vier Gründe für eine begrenzte Staatsverschuldung

Erstens spricht die Logik der Finanzierungssalden für staatliche Nachfragestabilisierung. Bleiben Haushalte und Unternehmen Nettosparer und nimmt der außenwirtschaftliche Überschuss ab, kann der Staat durch befristete Defizite verhindern, dass gesamtwirtschaftliche Einkommen und Investitionen weiter zurückgehen. Die Argumentation Lautenbachs und Flassbecks ist saldenmechanisch konsequent. Sie begründet allerdings eine Stabilisierungsfunktion, keinen dauerhaften Vorrang staatlicher Kreditaufnahme. [1–2]

Zweitens führt Staatsverschuldung nicht automatisch zu Inflation. Japan verzeichnete über Jahrzehnte eine sehr hohe Staatsverschuldung und erhebliche Geldmengenausweitung bei zeitweise niedriger Inflation oder gar Deflation. Auch die Schweiz erlebte eine starke monetäre Expansion ohne entsprechend gleichlaufende Verbraucherpreisinflation. Im Jahr 2026 lag die Verbraucherpreisinflation in Japan im August bei 1,9 Prozent und in der Schweiz im September bei 1,0 Prozent, jeweils gegenüber dem Vorjahresmonat. [9–12]

Geldmengenwachstum und Staatsverschuldung erzeugen somit keinen mechanischen proportionalen Anstieg der Verbraucherpreise. Entscheidend sind insbesondere Produktionskapazitäten, Produktivität, Löhne, Energiepreise, Wechselkurse und Angebotsengpässe. Bei Vollauslastung oder knappen Produktionsfaktoren kann zusätzliche kreditfinanzierte Nachfrage allerdings Inflation verstärken.

Drittens ist die Gläubigerstruktur entscheidend. Staatliche Zinsausgaben sind zugleich Einkommen der Gläubiger. Werden Anleihen von heimischen Haushalten, Banken, Versicherungen und Unternehmen gehalten, verbleiben die Zinsströme weitgehend im inländischen Wirtschaftskreislauf.

Anfang 2025 entfielen nach einer Untersuchung des Deutschen Steuerzahlerinstituts 51,1 Prozent der deutschen Staatsschulden auf inländische Gläubiger, darunter 22,4 Prozentpunkte beziehungsweise 605 Milliarden Euro auf die Bundesbank. Weitere 18,2 Prozentpunkte hielten inländische Geschäftsbanken. Diese Struktur ist grundsätzlich günstiger als eine überwiegend ausländische Finanzierung. [13]

Besonders interessant ist die Zentralbank als Gläubigerin: Zinsen auf ihre Anleihebestände können bei entsprechendem Bilanzgewinn mittelbar wieder an den Staat ausgeschüttet werden. Eine Zentralbank mit eigener Währung ist zudem nicht in gleicher Weise insolvenzgefährdet wie ein gewöhnliches Unternehmen. Der Rückfluss ist allerdings keineswegs garantiert. Die Bundesbank verbuchte 2025 einen Jahresfehlbetrag von 8,6 Milliarden Euro und konnte deshalb keine Gewinne ausschütten. [14]

Problematisch bleibt der ausländische Gläubigeranteil von 48,9 Prozent, weil Zinseinkommen ins Ausland abfließen können. Zusätzliche Risiken entstehen bei Staatsschulden in Fremdwährung, insbesondere durch Wechselkursänderungen und kurzfristige Rückzahlungsforderungen. Die Auslandskreditabhängigkeit der Weimarer Republik und wiederkehrende Schuldenkrisen von Entwicklungsländern verdeutlichen diese Gefahr.

Besonders kritisch wäre eine starke Konzentration staatlicher Finanzierungsmacht bei wenigen internationalen Vermögensverwaltern wie BlackRock, Vanguard oder State Street. Eine solche Abhängigkeit müsste durch breitere Gläubigerstrukturen verhindert werden.

Viertens muss Staatsverschuldung auch bilanziell betrachtet werden. Die Maastricht-Schuldenquote vergleicht einen Schuldenbestand mit dem jährlich erwirtschafteten BIP, also einer Stromgröße. Dieser Vergleich ist sinnvoll, aber unvollständig.

Eine vorherige IKW-Analyse auf Eurostat-Basis zeigt für 2023, dass deutsche Staatsschulden von 2.630,5 Milliarden Euro zwar 62,3 Prozent des BIP, jedoch lediglich 10,3 Prozent des Netto-Volksvermögens entsprachen. Gegenüber einem Brutto-Staatsvermögen von 4.580,2 Milliarden Euro betrug die Quote 57,4 Prozent, gegenüber dem Netto-Staatsvermögen von 1.722,3 Milliarden Euro dagegen 152,7 Prozent. Die vereinfachte Nettostaatsschuld lag bei 20,4 Prozent des BIP. [15–16]

Diese Kennziffern relativieren eine ausschließlich auf das BIP bezogene Schuldenbewertung. Allerdings gehört das Volksvermögen überwiegend privaten Eigentümern und steht dem Staat nicht unmittelbar zur Verfügung. Entscheidend bleibt deshalb die Kombination aus Vermögen, Liquidität, Gläubigern und Zinslast.

Was gegen zusätzliche Staatsschulden spricht

Trotz dieser Argumente sprechen drei gewichtige Gründe gegen eine weitere Ausweitung der Staatsverschuldung.

Erstens ist die Staatsquote bereits erheblich zu hoch. Deutschland erreichte 2025 eine Staatsquote von 50,2 Prozent des BIP, gegenüber 45,3 Prozent im Jahr 2019. Dem früheren Bundeskanzler Helmut Kohl wird der Ausspruch zugeschrieben: „Bei einer Staatsquote von 50 Prozent beginnt der Sozialismus.“ [17, 25] Diese ordnungspolitische Warnung beschreibt die Gefahr einer fortschreitenden Verlagerung wirtschaftlicher Ressourcen und Entscheidungsmacht von Bürgern und Unternehmen zu Politik und Verwaltung.

Eine zusätzliche kreditfinanzierte Ausweitung des Staatsapparats ist besonders problematisch, wenn erhebliche Mittel weiterhin für politisch-ideologische Programme statt für staatliche Kernaufgaben eingesetzt werden. Dazu zählen aus ordnungspolitischer Sicht insbesondere die Energiewende, klimapolitische Transformationsprogramme, Ausgaben im Bereich Asyl und Migration, Entwicklungshilfe und Genderpolitik. Zusätzliche Finanzmittel verstärken unter solchen Bedingungen die Fehlallokation und fördern interventionistische Staatsstrukturen, anstatt die produktive Privatwirtschaft zu stärken.

Zweitens müssen falsche Ausgabenprioritäten vor jeder Neuverschuldung korrigiert werden. Die AfD-Bundestagsfraktion beziffert ihre Einspar- und Umschichtungspotenziale auf jährlich rund 125 bis 140 Milliarden Euro; für den Bundeshaushalt 2026 veranschlagt sie Ausgabenkürzungen von 125,4 Milliarden Euro. [26] Diese Kalkulationen betreffen insbesondere Klima- und Energiewendepolitik, Entwicklungshilfe, migrationsbezogene Ausgaben, bestimmte Sozialleistungen und weitere aus Sicht der Fraktion ideologisch motivierte Staatsausgaben.

Solange derartige Ausgaben fortgeführt werden, ist eine zusätzliche Kreditaufnahme für vernachlässigte Infrastrukturaufgaben haushaltspolitisch widersprüchlich. Die Konsolidierung bestehender Ausgaben und ihre Umschichtung auf staatliche Kernaufgaben müssen jeder neuen Verschuldung vorausgehen. Erst wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft sind, lässt sich ein verbleibender Bedarf an kreditfinanzierten Investitionen rechtfertigen.

Drittens und vor allem begrenzt der wachsende Zinsdienst den künftigen finanzpolitischen Handlungsspielraum. Die entscheidende Größe ist nicht allein die nominale Staatsschuld, sondern die Höhe der Zinszahlungen im Verhältnis zu Steuereinnahmen, gesamten Staatseinnahmen und Staatsausgaben.

Deutschland verzeichnete Ende 2025 Maastricht-Schulden von 2,84 Billionen Euro beziehungsweise 63,5 Prozent des BIP. [18] Bereits 2023 betrugen die gesamtstaatlichen Zinsausgaben 36,8 Milliarden Euro, entsprechend 1,8 Prozent der Staatsausgaben und 1,9 Prozent der Staatseinnahmen. [15]

Für den Bundeshaushalt verschärft sich die Belastung erheblich. Das IW Köln errechnete einen Anstieg der Zins-Steuer-Quote von 7,7 Prozent im Jahr 2025 auf 18,1 Prozent im Jahr 2030. Die aktuelle Bundesfinanzplanung sieht für 2030 Zinsausgaben von 80,7 Milliarden Euro vor, entsprechend rund 18,5 Prozent der vorgesehenen Bundessteuereinnahmen beziehungsweise 12,7 Prozent der Bundesausgaben. [19–20]

Damit könnte bis 2030 nahezu jeder fünfte Steuereuro des Bundes allein für Zinsen gebunden sein. Diese Mittel fehlen anschließend für Steuerentlastungen, Infrastruktur, Bildung und andere staatliche Kernaufgaben. Eine verantwortungsvolle Bundesregierung muss daher die langfristige Zinslast zu einem maßgeblichen Kriterium jeder Kreditentscheidung machen.

Niedrige Zinsen erfüllen zwei zentrale Funktionen

Daraus ergibt sich die überragende Bedeutung einer investitionsfreundlichen Geldpolitik. Niedrige Zinsen sind aus zwei Gründen notwendig.

Erstens reduzieren niedrige Zinsen den staatlichen Schuldendienst und verbessern die Schuldentragfähigkeit. Besonders wichtig ist das Verhältnis des effektiven Zinssatzes auf die Staatsschuld (r) zum nominalen Wirtschaftswachstum (g). Liegt r dauerhaft unter g, kann die Staatsschuldenquote bei hinreichend begrenzten Primärdefiziten selbst ohne nominale Schuldentilgung zurückgehen. Höhere Zinsen erhöhen dagegen die Refinanzierungskosten und können eine sich selbst verstärkende Schuldendynamik auslösen. [21]

Zweitens und wirtschaftspolitisch noch wichtiger erhöhen niedrige Zinsen die relative Attraktivität produktiver Unternehmensinvestitionen. Unternehmen vergleichen die erwartete, risikobereinigte Rendite neuer Fabriken, Maschinen, Produktionsanlagen und Geschäftsprojekte mit den Finanzierungskosten und den Erträgen alternativer Finanzanlagen.

Sind die Zinsen hoch, verteuern sich Kredite für Sachinvestitionen, während gleichzeitig festverzinsliche Finanzanlagen höhere Erträge bieten. Für Unternehmen kann es damit attraktiver werden, Gewinne in Finanzaktiva anzulegen, anstatt sie für neue Produktionskapazitäten einzusetzen oder zusätzliche Investitionskredite aufzunehmen.

Die Geldpolitik muss deshalb eine Zinsstruktur ermöglichen, bei der produktive Realinvestitionen gegenüber passiver Finanzvermögensanlage wieder wirtschaftlich attraktiver werden. Sinkende Finanzierungskosten erhöhen die Zahl rentabler Investitionsprojekte und erleichtern Unternehmen die Aufnahme zusätzlicher Kredite. Eine solche Entwicklung wäre die Voraussetzung dafür, dass der Unternehmenssektor wieder verstärkt als Nettokreditnehmer auftritt und selbst zur Schließung der gesamtwirtschaftlichen Nachfragelücke beiträgt. [22]

Ein häufig vorgebrachtes Gegenargument gegen niedrige Zinsen ist die Entstehung sogenannter Zombie-Unternehmen. Der Ökonom Dr. Markus Krall argumentiert, dass dauerhaft niedrige Zentralbankzinsen wirtschaftlich nicht tragfähige Unternehmen künstlich am Leben halten und dadurch die marktwirtschaftliche Bereinigung sowie produktive Investitionen behindern. Für die Eurozone schätzte er 2019 den Anteil solcher Unternehmen auf 12 bis 15 Prozent. [27] Dem lässt sich jedoch, wie auch Alexander Mosca Spatz, Mitautor der Grundlagen einer relevanten Ökonomik, hervorhebt, entgegenhalten, dass eine allgemeine Zinssenkung zunächst produktive wie unproduktive Unternehmen gleichermaßen bei ihren Finanzierungskosten entlastet. Daraus folgt keineswegs, dass ineffiziente Unternehmen einen relativen Finanzierungsvorteil erhalten. Vielmehr profitieren rentable Unternehmen aufgrund ihrer besseren Bonität häufig stärker vom Zugang zu günstigen Krediten. Auch empirisch ist die behauptete Zombifizierung keineswegs eindeutig nachweisbar: Die Deutsche Bundesbank ermittelte für Deutschland 2018 einen Anteil von lediglich 6,25 Prozent an Zombie-Unternehmen, der gegenüber der Zeit vor der Niedrigzinsphase sogar gesunken war. [28] Auch die EZB fand 2020 keine systematische Zunahme unrentabler Unternehmen infolge ihrer expansiven Geldpolitik. [29] Zwar können niedrige Zinsen die Weiterfinanzierung unrentabler Unternehmen erleichtern; entscheidend sind jedoch zusätzlich die Risikoprüfung der Banken, deren Kreditvergabepraxis und funktionierende Insolvenzverfahren. Eine allgemeine Niedrigzinspolitik führt somit nicht zwangsläufig zu einer überproportionalen Förderung ineffizienter Unternehmen und stellt für sich genommen kein hinreichendes Argument gegen investitionsfreundliche Zinsen dar.

Nationale Geldsouveränität als Voraussetzung

Eine eigenständige investitionsorientierte Zinspolitik setzt allerdings geldpolitische Souveränität voraus, über die Deutschland gegenwärtig nicht verfügt.

Seit Einführung des Euro werden die maßgeblichen Leitzinsen vom EZB-Rat für den gesamten Euroraum festgelegt. Deutschland kann seine Finanzierungskosten daher nicht eigenständig an den Investitionsbedarf, die Konjunkturlage und die Produktionskapazitäten seiner Volkswirtschaft anpassen. Seit September 2026 beträgt der EZB-Einlagenzins 2,50 Prozent, der Hauptrefinanzierungssatz 2,65 Prozent. [23]

Eine grundlegende Neuordnung muss deshalb die Rückübertragung geldpolitischer Kompetenzen auf die Deutsche Bundesbank zum Ziel haben. Dazu gehört auch die Prüfung einer stärkeren demokratischen Verantwortlichkeit der Zentralbank, einschließlich einer möglichen Einschränkung ihrer institutionellen Unabhängigkeit gegenüber demokratisch legitimierten Staatsorganen.

Eine solche Reform erforderte tiefgreifende Änderungen der europäischen Währungsordnung, insbesondere des durch Artikel 130 AEUV geregelten Unabhängigkeitsgebots. [24] Geldpolitische Souveränität darf dabei nicht mit unbegrenzter Staatsfinanzierung verwechselt werden. Ihr Ziel muss eine stabile Währung mit langfristig niedrigen, investitionsfreundlichen Zinsen und beherrschbaren Inflationsrisiken sein.

Die eigentliche Lösung: Unternehmen müssen wieder investieren

Heiner Flassbecks saldenmechanische Argumentation ist folgerichtig: Wenn private Haushalte und Unternehmen Nettosparer bleiben und das Ausland die früheren deutschen Finanzierungsüberschüsse nicht mehr im gleichen Umfang aufnimmt, muss unter ansonsten unveränderten Bedingungen vor allem der Staat mit Defiziten einspringen, um einen weiteren Nachfragerückgang zu verhindern. [2]

Diese Schlussfolgerung beschreibt jedoch die gegenwärtige wirtschaftliche Problemlage, nicht deren dauerhafte Lösung.

Die entscheidende wirtschaftspolitische Frage lautet nicht, weshalb sich der Staat zusätzlich verschulden muss, sondern warum sich Unternehmen nicht mehr in ausreichendem Umfang verschulden wollen, um in neue Fabriken, Maschinen und produktive Geschäftsprojekte zu investieren.

Eine Politik, die lediglich staatliche Nachfrage kreditfinanziert ausweitet, bekämpft die Folgen dieser Investitionsschwäche, nicht aber ihre Ursachen. Der Staat übernimmt dauerhaft die Rolle des Nettoschuldners, während die strukturellen Hindernisse privater Investitionen fortbestehen. Damit droht aus einer vorübergehenden Stabilisierungsmaßnahme ein dauerhafter Mechanismus wachsender Staatsverschuldung zu werden.

Die eigentliche Lösung muss deshalb bei den Investitionsanreizen der Unternehmen ansetzen. Hier schließen sich Geld- und Angebotspolitik zu einer gemeinsamen Strategie zusammen.

Neben einer investitionsfreundlichen Zinspolitik müssen drei zentrale angebotsseitige Investitionshemmnisse beseitigt werden:

Erstens die hohen Energiekosten. Deutschland gehört international zu den teuersten Industriestandorten für Strom und Gas. Laut BDEW lag der Industriestrompreis in Deutschland 2026 bei rund 17,2 ct/kWh für kleine und mittlere Industriebetriebe. In den USA betrug er im Juli 2026 umgerechnet 8,6 ct/kWh (EIA), in China 8,0 ct/kWh für industrielle Großkunden (staatliche Preisüberwachung). Damit war Industriestrom in Deutschland weiterhin etwa doppelt so teuer. Die bisherige Energiewende und ihre Kostenfolgen müssen deshalb grundlegend korrigiert werden. [31]

Zweitens die hohe Steuer- und Abgabenbelastung. Die tarifliche Unternehmensbesteuerung betrug 2025 rund 30 Prozent und gehörte damit international zur Spitzengruppe. Der Steuer- und Sozialabgabenkeil eines alleinstehenden Durchschnittsverdieners erreichte 49,3 Prozent der gesamten Arbeitskosten, gegenüber 35,1 Prozent im OECD-Durchschnitt. Deutschland belegte damit unter 38 OECD-Staaten den zweithöchsten Platz. [32–33]

Drittens die übermäßige Bürokratiebelastung. Laut Bundesbank stiegen die von Unternehmen geschätzten Bürokratiekosten zwischen 2022 und 2024 von 5 auf 7 Prozent des Jahresumsatzes. Eine IKW-Hochrechnung beziffert die gesamtwirtschaftliche Belastung daraus auf bis zu 671,8 Milliarden Euro jährlich, rechnerisch 15,3 Prozent des BIP. Diese Szenarioschätzung ist keine amtlich gemessene Gesamtkostensumme. Insbesondere übermäßige ESG-, Berichts- und Dokumentationspflichten müssen abgebaut werden. [34–35]

Diese Reformen verfolgen ein gemeinsames Ziel: Die erwartete Rendite produktiver Investitionen in Deutschland muss wieder deutlich über den Finanzierungskosten und den risikobereinigten Erträgen alternativer Finanzanlagen liegen. Erst dann entstehen ausreichende Anreize für Unternehmen, neue Kredite aufzunehmen, Produktionskapazitäten auszubauen und wieder verstärkt vom Nettosparer zum Nettokreditnehmer zu werden.

Schlussfolgerung: Erst die Ursachen beheben, dann über Schulden entscheiden

Eine rationale Schuldenpolitik muss kurzfristige Nachfragestabilisierung ermöglichen, ohne staatliche Verschuldung zum dauerhaften Ersatz für private Investitionen zu machen.

Die wirtschaftspolitische Reihenfolge lautet: Zuerst falsche Staatsausgaben streichen und Haushalte konsolidieren, anschließend angebotsseitige Investitionshemmnisse beseitigen und eine souveräne, investitionsfreundliche Geldpolitik herstellen. Erst danach ist eine begrenzte Neuverschuldung zur Finanzierung verbleibender öffentlicher Investitionsbedarfe vertretbar.

Solche Kredite dürfen ausschließlich zusätzliche produktive Nettoinvestitionen finanzieren. Voraussetzung sind konkrete Projektzuordnungen, unabhängige Kosten-Nutzen-Prüfungen, tragfähige Laufzeiten, verbindliche Zinslastgrenzen und eine transparente Haushaltsführung. Auch die realen Umsetzungskapazitäten müssen berücksichtigt werden; Schattenhaushalte sind auszuschließen.

Das Ziel ist nicht eine dauerhaft wachsende Staatsverschuldung, sondern eine Volkswirtschaft, in der Unternehmen wieder eigenständig Kredite aufnehmen, produktiv investieren und dadurch Wachstum, Beschäftigung und Wohlstand schaffen.

Quellen & Literatur

[1] Lautenbach W. (1952). Zins, Kredit und Produktion. Herausgegeben von Wolfgang Stützel. J.C.B. Mohr (Paul Siebeck), Tübingen, S. 61–63. URL: https://www.saldenmechanik.info/files/saldenmechanik/Lautenbach%20(1952)%20Zins%20Kredit%20und%20Produktion.pdf

[2] Flassbeck H. (2025). Schuldenbremse und Finanzierungssalden – über einen unbekannten, aber entscheidenden Zusammenhang. Relevante Ökonomik. URL: https://www.relevante-oekonomik.com/2025/09/15/schuldenbremse-und-finanzierungssalden-ueber-einen-unbekannten-aber-entscheidenden-zusammenhang/

[3] Deutsche Bundesbank (2025). Financial Accounts, Juni 2025. URL: https://publikationen.bundesbank.de/caas/v1/media/960300/data/b71b12ee4f1f8ea7019b140dac2ae73f

[4] Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose (2026). Aufschwung mit Strukturproblemen – Finanzpolitik auf Abwegen. Herbstgutachten 2026. URL: https://gemeinschaftsdiagnose.de/wp-content/uploads/2026/09/GD_2_2026_final.pdf

[5] List F. (1841). Das nationale System der politischen Oekonomie. Cotta. URL: https://books.google.de/books?id=CQxfAAAAcAAJ

[6] KfW Research (2026). KfW-Kommunalpanel 2026. URL: https://www.kfw.de/PDF/Download-Center/Konzernthemen/Research/PDF-Dokumente-KfW-Kommunalpanel/KfW-Kommunalpanel-2026.pdf

[7] Dullien S., Gerards Iglesias S., Hüther M., Rietzler K. (2024). Herausforderungen für die Schuldenbremse: Investitionsbedarfe in der Infrastruktur und für die Transformation. IW/IMK. URL: https://www.iwkoeln.de/fileadmin/user_upload/Studien/policy_papers/PDF/2024/IW-Policy-Paper_2024-Investitionsbedarfe.pdf

[8] AfD-Bundestagsfraktion (2026). Steuerreform 25: Das Steuerkonzept der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag. URL: https://afdbundestag.de/wp-content/uploads/2026/07/ak-finanzen_steuerreform-25_20260624_6-seiter_wickelfalz_v6.0-DIGITAL.pdf

[9] Bank of Japan (2026). Money Stock Statistics. URL: https://www.boj.or.jp/en/statistics/money/ms/index.htm

[10] Schweizerische Nationalbank (2026). Geldmengenaggregate. URL: https://data.snb.ch/en/topics/snb/cube/snbmonagg

[11] Weltbank (2026). Inflation, consumer prices – Japan. World Development Indicators. URL: https://data.worldbank.org/indicator/FP.CPI.TOTL.ZG?locations=JP

[12] Bundesamt für Statistik (2025). Landesindex der Konsumentenpreise: Durchschnittliche Jahresteuerung 2024. URL: https://dam-api.bfs.admin.ch/hub/api/dam/assets/33647778/master

[13] Warneke M. (2025). Gläubiger deutscher Staatsschulden – Einblicke in eine Blackbox. Deutsches Steuerzahlerinstitut, DSi kompakt Nr. 46. URL: https://www.steuerzahler.de/fileadmin/user_upload/DSi_Schriften/DSi_kompakt/DSi_kompakt_Nr._46_-_Gl%C3%A4ubiger_deutscher_Staatsschulden-Aktualisierung_2025.pdf

[14] Deutsche Bundesbank (2026). Jahresfehlbetrag mehr als halbiert – Bilanz ist solide. URL: https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/themen/geschaeftsbericht-988296

[15] Kofner J. C. (2026). Neue Sichtweisen auf die Tragfähigkeit von Staatsschulden: Eine bilanzielle Analyse europäischer Staatsfinanzen. Institut für konservative Wirtschaftspolitik (IKW). URL: https://institutkw.de/neue-sichtweisen-auf-die-tragfaehigkeit-von-staatsschulden-eine-bilanzielle-analyse-europaeischer-staatsfinanzen/

[16] Internationaler Währungsfonds (2018). Fiscal Monitor: Managing Public Wealth. URL: https://www.imf.org/en/publications/fm/issues/2018/10/04/fiscal-monitor-october-2018

[17] Bundesministerium der Finanzen (2026). Entwicklung der Staatsquote. Monatsbericht September 2026. URL: https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2026/09/Inhalte/Kapitel-5-Statistiken/5-1-s14-entwicklung-der-staatsquote.html

[18] Deutsche Bundesbank (2026). Deutsche Staatsschulden wachsen 2025 um 144 Milliarden Euro auf 2,8 Billionen Euro. URL: https://www.bundesbank.de/de/presse/pressemitteilungen/deutsche-staatsschulden-992718

[19] Hentze T. (2026). Bundeshaushalt: 2030 fließt fast jeder fünfte Steuereuro in Zinszahlungen. Institut der deutschen Wirtschaft. URL: https://www.iwkoeln.de/presse/iw-nachrichten/tobias-hentze-bundeshaushalt-2030-fliesst-fast-jeder-fuenfte-steuereuro-in-zinszahlungen.html

[20] Deutscher Bundestag (2026). Haushaltsentwurf 2027 und Finanzplan 2026 bis 2030 überwiesen. URL: https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2026/kw37-de-schlussrunde-1194760

[21] Blanchard O. (2019). Public Debt and Low Interest Rates. American Economic Review, 109(4), 1197–1229. URL: https://www.aeaweb.org/articles?id=10.1257/aer.109.4.1197

[22] Deutsche Bundesbank (o. J.). Wie entsteht Geld? – Teil II: Buchgeld. URL: https://www.bundesbank.de/de/service/schule-und-bildung/erklaerfilme/wie-entsteht-geld-teil-ii-buchgeld-613628

[23] Europäische Zentralbank (2026). Monetary policy decisions, 10 September 2026. URL: https://www.ecb.europa.eu/press/pr/date/2026/html/ecb.mp260910~314e508016.en.html

[24] Europäische Union (2008). Vertrag über die Arbeitsweise der Europäischen Union, Artikel 130. EUR-Lex. URL: https://eur-lex.europa.eu/eli/treaty/tfeu_2008/art_130/oj/eng

[25] Exner T. (2009). Liberale wollen nicht den schwachen Staat. Die Welt. URL: https://www.welt.de/welt_print/politik/article5448665/Liberale-wollen-nicht-den-schwachen-Staat.html

[26] AfD-Bundestagsfraktion (2025). AfD-Bundestagsfraktion legt Alternativhaushalt 2026 vor. URL: https://afdbundestag.de/afd-bundestagsfraktion-legt-alternativhaushalt-2026-vor/

[27] Krall M. (2019). Zeitbombe Bankbilanzen. Schweizer Monat, 29. November 2019. URL: https://www.schweizermonat.ch/zeitbombe-bankbilanzen/

[28] Deutsche Bundesbank (2020). Aktualisierte Einschätzung der Entwicklung von Zombie-Unternehmen in Deutschland. Monatsbericht Dezember 2020, S. 72–74. URL: https://www.bundesbank.de/resource/blob/852926/9a974625d312fda89d3fcddcdba0d50e/mL/2020-12-monatsbericht-data.pdf

[29] Schnabel I. (2020). Narrative über die Geldpolitik der EZB – Wirklichkeit oder Fiktion? Europäische Zentralbank, 11. Februar 2020. URL: https://www.ecb.europa.eu/press/key/date/2020/html/ecb.sp200211_1~b439a2f4a0.de.html

[30] Flassbeck H. (2024). Grundlagen einer relevanten Ökonomik. Unter Mitarbeit von Friederike Spiecker, Patrick Kaczmarczyk und Alexander Mosca Spatz. Westend Verlag. URL: https://westendverlag.de/Grundlagen-einer-relevanten-OEkonomik/2024

[31] BDEW (2026). BDEW-Strompreisanalyse Herbst 2026. URL: https://www.bdew.de/service/daten-und-grafiken/bdew-strompreisanalyse/ | U.S. Energy Information Administration (2026). Electric Power Monthly, July 2026, Tabelle ES1.A. URL: https://www.eia.gov/electricity/monthly/epm_table_grapher.php?t=epmt_es1a | Price Monitoring Center of China (2026). Durchschnittliche Industrieenergiepreise in 36 chinesischen Großstädten, Juli 2026. URL: https://www.chinaprice.cn/jsdzqk/61155.jhtml

[32] Bundesministerium der Finanzen (2026). Die wichtigsten Steuern im internationalen Vergleich. Monatsbericht Juli 2026. URL: https://www.bundesfinanzministerium.de/Monatsberichte/Ausgabe/2026/07/Inhalte/Kapitel-2-Analysen/2-3-steuern-im-internationalen-vergleich-2025.html

[33] OECD (2026). Taxing Wages 2026: Germany. URL: https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2026/04/taxing-wages-2026-country-notes_491a0e97/germany_649f0784/ca03c391-en.pdf

[34] Deutsche Bundesbank (2026). Bürokratielasten im deutschen Unternehmenssektor: Ursachen und Wirkungen. Monatsbericht Juli 2026. URL: https://publikationen.bundesbank.de/publikationen-de/berichte-studien/monatsberichte/monatsbericht-juli-2026-1000490?article=buerokratielasten-im-deutschen-unternehmenssektor-ursachen-und-wirkungen-1000552

[35] Hoffmann D. (2026). Bundesbank-Daten offenbaren bislang unterschätzte Dimension: Bürokratiekosten von bis zu 672 Milliarden Euro – mehr als ein Siebtel der deutschen Wirtschaftsleistung. Institut für konservative Wirtschaftspolitik (IKW). URL: https://institutkw.de/bundesbank-daten-offenbaren-bislang-unterschaetzte-dimension-buerokratiekosten-von-bis-zu-672-milliarden-euro-mehr-als-ein-siebtel-der-deutschen-wirtschaftsleistung/

Haftungsausschluss

Die in dieser Veröffentlichung vertretenen Ansichten geben ausschließlich die Auffassung des Autors wieder und spiegeln nicht notwendigerweise die Positionen des Instituts für konservative Wirtschaftspolitik (IKW) wider. Das Titelbild dieser Veröffentlichung wurde KI-generiert (Art. 50 EU AI Act).